Band 
Erster Theil.
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im Reiche anzunehmen. Die Tagsatzung ordnete Wen-del von Sonnenberg und Peter von Clery nach Frank-reich ab. Aber schon gingen Hallwyls Besorgnisse inErfüllung. Nicht durch Waffengewalt sollte die Reformobsiegen. Wie vor fünfzehn Zähren die schweizerischenStädte, so trennten sich jetzt die germanischen Fürsten,jeder wollte nur seine Heimath schützen. Die Trennungwar ihr Verderben. Nach einander griff der Kaiser dieBundesglieder an: Ulm, Augsburg, Frankfurt und Straß-burg, die alte Freundin der Schweizer , wurden unter-worfen. Der Herzog von Würtemberg mußte kniefälligum Gnade bitten. Bald folgte die Nachricht von derNiederlage des Kurfürsten von Sachsen bei Mühlberg ^),von seiner und Philipps von Hessen Gefangenschaft; derSchrecken war eben so groß, als nach der Schlacht vonKappel. Mit dem Gepränge eines Eroberers, seineGefangenen als Trophäen mit sich schleppend, durchzogder Kaiser Deutschland. Fünfhundert Kanonen, desBundes ganze Kraft, wurden pomphaft nach Belgien ,Italien und Spanien geführt. Von seinen Spaniernumgeben, hielt Karl seinen Einzug zu Augsburg , wohiner den Reichstag berufen hatte, und am 15. May 1548legte er den Ueberwundenen den Vergleich auf, der Interim

22) Wenn wir um unserer Religion, oder anderer Ursachen willenangegriffen werden, was dürfen wir von euch erwarten? fragte»die Städte ihre Mitstände. Und ihr, erwiederten diese, waswerdet ihr für uns thun? Ohne Antwort ging man anSeinander. Stettler, S. 150. Damals entstanden in den katho-lischen Kantonen geheime Räthe, unter dem Vorwande, an Bern ,das die Entfernung des Nuntius verlangt hatte, eine Antwortzu berathen. Zellwegers Geschichte von Appenzell , II, 332.

23) Den 15. April 1547. »Veni, vi, z- vion vivcio." „Ich kam,sah, und Gott siegte." So lassen die Spanier Karl V. sprechen.Dieses Wort charakterisirt die Nation und das Jahrhundert.