Band 
Erster Theil.
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Friederich von Sachsen, freier in seinen Ketten, als derKaiser im Glanz der Siege, gab ein Beispiel christlicherUnabhängigkeit. Georg von Würtemberg, Ludwig, Grafvon Oettingen, die beiden Heerführer des Bundes, Eidekund Schertlin, Seelsorger, Getreue in Menge, flüchtetensich nach Basel, Bern und Zürich . Mehrere aus ihnengehörten zu jenen ungestümen Lutheranern, die gegendie Sakramentirer zu eifern pflegten; nichts desto wenigeröffneten sich ihnen freudig die Thüren der Gastfreund-schaft 2°). Zwei Männer der Kirche, Haller und Mus-culuü^), von Bern freundlich aufgenommen, wurdendaselbst Amtsbrüder, wie sie es in Augsburg gewesen.Haller, ein Schüler und Freund Bullingers fand anfangsbei diesem Zuflucht; aber Zürich trat ihn gerne an Bern ab, da es voraus sah, daß Haller durch sein Talent undsein biederes Wesen bald sich Einfluß verschaffen, daßder Briefwechsel mit Bullinger zwischen beiden Städtenein Band abgeben, und daß seine Anwesenheit in Bern derNationalpartei zum vollen Siege über jene verhelfenwürde, die immer auf den Kaiser blickten. Diese beidenParteien, deren eine sich um die helvetische Konfessionschaarte, die andere sich an Bucer hielt, bekämpften sichseit mehreren Zähren zu Stadt und Land, auf der Kanzelund in Rathssälen. Mehr als Einmal hatte man imRath der Zweihundert zum Degen gegriffen. Doch dieEreignisse entschieden. Sulzer , der vorzüglichste Prediger

26) Simmler. Vils LuIIiiiAsri. — Sleidan. — Holtin^sii List-eoelss. — So wurde Brentius von Bullinger aufgenommen.

27) Sei» Vater war einer von den Zeugen der Reform im KantonBern , bevor sie die Oberhand gewann. Er hatte die Flucht er-greifen müssen und fand den Tod bei Kappel, wo er an Zwingti'sSeite kämpfte.

28) Muslim Er floh arm mit neun Kindern.