Band 
Erster Theil.
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einigung, auf die Rückkehr der sämmtlichen schwei-zerischen Hülfätruppen. Zhre Fürbitte beim Kaisersagten sie nur unter der Bedingung zu, daß Konstanz das Znterim annehme, und die Geistlichkeit seiner Haupt-kirche wieder anstelle. Das entmuthigte die Stadt, inwelcher schon Verwirrung herrschte. Das arme Volkwar katholisch und österreichisch; die reichen Bürger,fast alle Protestanten, wollten Religion und Freiheitvertheidigen: man versammelte sich auf den Zünften,wo eine Mehrheit von fünfzig Stimmen für Einver-leibung in Oesterreich entschied. So verlor Konstanz seine Freiheit; mit ihr schwanden Handel und Gewerbs-sleiß. Die Katholischen richteten ihre Altäre wieder auf;zweihundert der angesehensten Familien gingen mit AntonBlarer, dem Reformator der Stadt, und acht andernVerkündigern des göttlichen Wortes in freiwillige Ver-bannung. Ein fester Ort, der Schlüssel zur Schweiz ,wurde weggeworfen. Eine der angesehensten und be-rühmtesten Reichsstädte sank in kurzer Zeit zur bedeu-tungslosen, österreichischen Stadt herab ^). Das wardie Frucht der Zwietracht der Kantone ^).

Zu spät erkannten die Eidgenossen ihren Fehler. Schamund Bestürzung verbreiteten sich jetzt in der ganzen Schweiz .Jenes Ehrgefühl, aufs höchste gesteigert durch eine ruhm-volle Vergangenheit, dessen ungeschmälerte Vererbungvon einem Geschlechte zum andern man als heilige Pflichtbetrachtete, war tief verletzt worden. Aber war nichtsogar die Existenz der Schweiz bedroht? konnte nicht

38) Neue Chronik der Stadt Konstanz , 1798. — Lauster. — Arr.—Puppikofer. — Zündelin, < ein Bäcker) Konstanzersturm. SeinBericht hat mehr Werth, als der des Stadtschreibers Vögelin.

39) Jetzt wäre Konstanz das Haupt des ThurgauS, und der Heerdseiner Civilisation.