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V Orte ^). Erst nach langem Bemühen, die Stadtwieder zu gewinnen, sandten Zürich, Bern und Schaff-hausen Abgeordnete^) von Kanton zu Kanton, mit derAntwort: „Wir sind zu sehr von der Rechtschaffenheitder Männer, welche die Stände unserer Eidgenossenregieren, überzeugt, als daß wir jemals den wider sieverbreiteten Gerüchten, Hütten Gehör leihen und glaubenkönnen, daß sie fremdes Geld höher geschätzt, als ihrVaterland. Möge das Concilium christlich, im Sinneder heiligen Schriften, nicht des Papstes entscheiden,dann nehmen wir seine Beschlüsse an; sonst sind wirentschlossen, mit Gottes Hülfe bei unserm Glaubensbe-kenntnisse zu verharren." Bern fügte bei: „Zhr bietetuns eure Vermittelung an über die Savoyen abgenom-menen Länder. Sie sind so schwer mit Schulden be-laden, daß wir sie sogleich abträten, wenn wir nichtRücksicht auf die Reform und so viele arme Flüchtlingenehmen müßten, die noch täglich daselbst eine Freistättefinden. Bedenket jedoch, daß alle Kantone Landschaftenbesitzen, die sie mit dem Schwerte erworben, und daß esunklug wäre, wenn wir unsere Ansprüche von andernRichtern abhängig machten, als von uns selbst. Jeden-falls glauben wir nicht, durch unsere Handlungsweiseden Vorwurf der Ungerechtigkeit verdient zu haben." —„Mögen unsere Eidgenossen unverholen erklären," soschlössen die Gesandten, „ob sie in der Noth uns helfenwollen, wie auch wir stets bereit sein werden, ihnentreuen und biedern Beistand zu leisten." Alle Kantoneantworteten günstig auf diese Botschaft; alle versprachen
47) Manche beobachteten die Fasttage. Ochs.
48) Am 7. Juni 1549. — Stettler. — Zellweger, 333.