Band 
Erster Theil.
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fernen, nach Bologna versetzt. Plötzlich Politik undSprache ändernd, reizte er die Türken an, hob die Pro-testanten, wiegelte in Italien die letzten Trümmer derGuelfen auf, verbündete sich heimlich mit Venedig , undmahnte die Schweizer , ohne Unterschied der Religion ihrenalten Muth dem Kaiser entgegen zu setzen^). SeineHoffnung ruhte auf dem Könige von Frankreich , der inder Stille seine Rüstungen zu einem neuen Kampfe traf.Der Gesandte Franz I. bei den Kantonen, Herr vonLiancourt, warnte vor den die Schweiz bedrohenden Ge-fahren, und hatte eben 15,000Mann verlangt^), alsCleryund Sonnenberg, die auf Hallwyls Rath die Tagsatzungnach Paris geschickt, zurückkamen. Obgleich diese Ge-sandten mit Schmeicheleien überhäuft worden waren,riethen sie, dem Könige nicht alsobald Miethtruppen zugewähren. Dieser Monarch, dem die Eidsgenossen seitder Schlacht bei Marignano so oft begegnet, der zuerstmit ihnen ein enges Bündniß geschlossen und sie an seinePolitik gefesselt hatte; Franz I. , eine Mischung vonGröße und Wollust, ging nun seiner Auflösung ent-gegen. Die Gesandten hatten gesehen, wie er, vomnahenden Tode getrieben, jeden Tag einen andern Pallastbezog, als suchte er einen Ort, wo er vom Tode nichtgefunden werden könne"). Bald erhielt man die Nach-richt von seinem Hinschied.

In Frankreich sagt man: der König stirbt, nicht dasKönigthum. Auch die Verbindung der französischen Krone

52) Abschied Baden, Montag nach St. Jakob, 1548. In Italien mehrten sich die Verschwörungen. Fieschi in Genua . Revolutionin Neapel. Termes durchzog die Schweiz und psianzte die fran-zösische Fahne in Parma auf.

53) Baden, Ende Februar 1547. — Stettler.

54) llu Lellax, XXI.