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waren Pathinnen. Die Prinzessin wurde Claudia ge-nannt "). Die Gesandten schenkten ihr eine goldeneMedaille mit den Wappen der XIII. Orte, im Gewichtevon dreihundert Thalern. Ein werthvolleres Geschenkaber war das Blut, das sie in Strömen für Frankreich vergossen. „Der König versicherte sie, daß, wenn ereinen Sohn bekommen, er die Eidsgenossen nicht minderzu Pathen gebeten haben würde." Zedem der Gesandtenschenkte er eine goldene Kette, von 800 Thalern Werths);dann reichte er ihnen zum Zeichen des Dankes die Handund bezeugte ihnen, wie sehr ihm daran liege, mit ihnendas Bündniß zu erneuern. Mit dem Arme auf der
Brust schwur er, daß, wenn jemals die Schweiz ange- s
griffen würde, er nicht bloß die vertragsmäßige Hülfeleisten, sondern sie mit seinem eigenen Degen vertheidigenwürde. Bei ihrer Rückkehr^) schilderten die Abgeordnetender Tagsatzung diese Ehrenbezeugungen. Die Gesand-ten des Monarchen, Boisrigault, Liancourt , Lavau undMenage fügten neue Versicherungen hinzu, und durch-reisten die Schweiz , um jedes einzelne Ort für die Er-neuerung des Bundes zu bearbeiten °°).
Ueberall fanden ihre Vorschläge günstige Aufnahme,ausgenommen in Bern und Zürich . Zwar ließ die Staats-klugheit gerade diese beiden Republiken den größten Werth
57) Später Claudia, Gemahlin Heinrichs H. Herzogs v. Lothringen .
58) Die Königin schenkte ihnen eine Kette von 200 Thlr. am Werth.Hinwieder überreichten sie jeder Pathin eine Medaille v. 50 Thlr. —Stettler, II. 154. Zurlauben, IV. 226. — klssssn, LUst. <loIn Oiploinntis krailpsise. — Businger, Geschichte von Unter-walden.
5S) März 1548.
60) De Thon, VI. — Lismoncki, küsloire äes ^rsiipris, XVII. 404.Flassan II. 22. - Ribier, S. 244.