Band 
Erster Theil.
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wieder Mailand erobern, wohl aber dasselbe vertheidigenzu helfen, wenn sie es wieder gewänne. Er sollte dauernauf Lebenszeit des Königs und fünf Zahre nach dessenTode. Die Zahl der bewilligten Truppen blieb dieselbeZhr Dienst ward geordnet. Sie wurden in Regimenter,diese in gleichmäßige Kompagnien eingetheiltWie früher, wählte die Tagsatzung die Obersten^); dieHauptleute befehligten mit fast unumschränkter Gewalt^)ihre Kompagnien; die Fahnen trugen ihre Standesfarben,und die Soldaten kein anderes Zeichen, als das großeweiße Kreuz, auf Rücken und Aermel genäht. Die Regi-menter bewahrten ihre eigene Rechtspflege, die sie mitihren volksthümlichen Formen unter freiem Himmel hiel-ten^), in Gegenwart deS ganzen in einem Viereck auf-gestellten Korps ^). Die Privilegien der Nation in

82) 6 — 16000 Mann.

83) Kompagnien, Harsten oder Fähnlein.

84) Auf hundert Mann zählte man 50Pike»ierS , 30 Helbartenträger,20 Büchsen- und Armbruslschützen.

85) Nach und nach bekam der König die Wahl der Obersten. Wennsie nur den Eidgenossen genehm waren. Meyer, Schw. Gesch.

86) Sie hingen mehr von den Kantonen, als von ihren Obersten ab;daher in unsern Geschichten z. B. der Ausdruck: Dietrich in der Halden,Führer von 13 Schweizerfähnlein. Jede Kompagnie hatte, außereinem Hauptmann, einen Lieutenant, einen Fähndrich, einen Sergen-ten, mit Offiziersrang, und für jede Rotte von 50 Mann einenNottmeister. Vier Trabanten, mit langen Partisanen bewaffnet,bewachten die Militärkasse. Kein Generalstab. Der Sold betrugmonatlich vier Kronen. Den vom König entlassenen Truppen warauch für die Rückkehr ein Sold zugesichert.

67) Bei jeder Witterung.

88) Zwischen Ober- und Unteroffizieren verschwand jeder Rangunter-schied , so bald sie das Richteramt versahen. Der Oberst selbstlegte Rohr und Handschuhe ab. Die Karolina galt bei denRegimentern wie in den Kantonen. Nach dem Spruche ver-sammelten sich die Hauptleute in einem nahen Zelte zur Prüfung