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nicht gegen das Glück des Kaisers versuchen. Dieser beugtedamals in Deutschland den letzten Widerstand. Julius III. der den päpstlichen Stuhl bestieg, verlegte aus Furchtdas Concilium wieder nach Trient . Ein von spanischenSchützen umlagerter Reichstags) verlieh Kraft den Ent-scheidungen des Reichskammergerichts und des Concils ^).Nur Magdeburg widerstand noch. Als Karl diese Stadtdurch Moritz von Sachsen belagern ließ, war Jedermannüberzeugt, daß es mit der Reformation des sechzehntenJahrhunderts gehen werde, wie es mit der des drei-zehnten gegangen. Allein Moritz und Heinrich II. ver-banden sich zur Wiederherstellung des europäischen Gleich-gewichts, und schon wurden zu Basel 240,000 Thaler zurVollziehung dieses neuen Vertrages^) ausbezahlt. Karlbefand sich zu Jnspruck, das Concil zu lenken, als plötz-lich ein Erstaunen erregendes Gerücht sich verbreitete.Moritz, die Larve abwerfend, hatte Magdeburgs Belagerungaufgehoben; er zog durch Deutschland an der Spitze vonzwanzigtausend Mann: der Zweck, den er nannte, war,der Religion zu Hülfe zu kommen und Deutschland wiederdie Freiheit zu geben. Aus Augsburg erfuhr man, erhabe bei seinem Durchzug die Geistlichen wieder in ihr
94) Zu Augsburg , 29. Juli 1850. Man hat ihn den bewaffnetengenannt.
95) Man lud die Schweizer ein, Abgeordnete auf das Concil undGesandte zur Begrüßung des neuen Papstes zu senden. Siehüteten sich aber wohl, auf diese Weise der Politik des KaisersVorschub zu leisten. Marcheferriere, französischer Gesandter, lasihnen auf der Tagsatzung die Protestation Amyot's vor, und ludsie ein, sich derselben anzuschließen. — Tagsatzungsabschied. —Stettler. — Fragmente, die Nuntiatur betreffend, in der Bibl.v. Balthasar in Luzern .
96) Thou, VIII. 653. Den ».Oktober 1551; ratifizirt zuChambery,den 15. Jänn. 1552. — Friedensschlüsse, S. 258.