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Predigtamt eingesetzt. Bald folgten noch außerordent-lichere Nachrichten. Der Kaiser, überrascht, ohne Heer,war beinahe gefangen worden. Eichtkrank, in seiner >Sänfte^, hatte er Znspruck in einer Nacht verlassen,wo der Weg zwischen Abgründen, beim Scheine vonStrohfackeln, in strömendem Regen gesucht werden mußte,indeß seine Hosleute auf elenden Fuhrwerken oder zuFuß, wie jeder konnte, ihm folgten: über die Gebirge ^hatte man die Pfade gesucht, die nach Kärnthen führten.
Das Concil ging aus einander. Der Papst verband sich ,mit Frankreich. Heinrich II. berief wieder die Fähnleinder Eidgenossen.
Vor einem Zahre waren unter Fröhlich viertausendMann nach Ztalien gezogen. Zwei eben so starke neueRegimenter eilten jetzt, unter Schwaller von Solothurn und Zrmi von Basel, zur Armee deS Königs nach Loth-ringen db). Unter dem Vorwande, dem Reiche zu helfen, ^
eröffnete derselbe einen Feldzug mit der Eroberung derdrei Reichsstädte Metz, Toul und Verdun . Alles ver-wüstend, die flüchtigen Einwohner vor sich hertreibend,drang er inö Elsaß'-P und bis nach Straßburg , dessener sich durch Ueberumpelung zu bemächtigen hoffte. DasElsaß hielt in seinem Zammer die Kantone um ihrenSchutz an. Auf der eben zu Baden versammelten Tag-satzung gelobten die Eidgenossen, sich nicht zu trennen""),
97) Den 25. Februar.
98) Hafners Chronik, Manuscr. — Nemoirss äs Du Villars, III.
99) Am 3. Mai über Saverue.
100) Doch beobachtete man sich fortwährend. Im Jahr 1552 verdäch-tigte man in Bern die Länderkantone, sie waffnen heimlich. DieLänderkantone beschuldigten Bern, als Brandenburg die Franche-Comte überfiel. Im I. 1555 schrieb man den Waldstätten dieAbsicht zu, den Aargau anzugreifen. Die Erneuerung des Kapi-