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kaiserlichen Statthalter, Gonzaga und Toledo "-), von be-soldeten Mördern umgeben, regierten mit Folter, Giftund Dolch, ohne daß ihr Gebieter Rechenschaft von ihrenErpressungen und ihrer Grausamkeit forderte. Die Großenbefolgten ihr Beispiel. Ohne Sold lebten die Truppenauf Unkosten des Volkes. Das Joch war so drückend,daß selbst die Gibellinen in Verschwörungen traten"').Nachdem Parma, Lukka, Neapel ihre Aufstände gehabt,sammelten sich um denjenigen von Siena die Haupt-kräfte beider Parteien.
Während Karl V. den Vertrag von Passau unter-zeichnete, warfen sich in jene Stadt dreitausend Empörermit dem Rufe: „Freiheit!", und begaben sich unter Frank-reichs Schutz. Bald hatten Spanier, Ztaliäner undDeutsche Siena von allen Seiten umschlossen. Wer fürItaliens Befreiung sein Blut zu vergießen bereit war,und wer sein Glück an die Siege des Kaisers geknüpft,stellte sich unter die eine oder die andere Fahne. Como vonMedicis bewaffnete fünf und zwanzigtausend Mann. DreiZahre lang kämpfte man um Siena , wie einst zehn Jahreum Zlium, mit eben so viel Muth und für eine gleichheilige Sache. Wie Troja, erhielt Siena mehrmals Hülfe.Es schöpfte Hoffnung auf die Kunde, ein kleines Schweizer-heer sei von den Alpen herabgestiegen und dringe nachEtrurien vor. Es waren Rhätier; denn die Kantone, wie
112) Medicis wurde zum Nachfolger Gonzaga's ernannt, (März 1533);da aber Como ihn nicht entbehren konnte, so ward FigueroaStatthalter von Mailand; dann Toledo , Herzog von Alba. —„Die Verlobten'' Manzonis sind Geschichte.
113) Du Vi»->rs, V. Buch. — Sismondi, XVH. 550. - „DieSchweizer erhielten keinen Sold. " v'XudiAiie, 8i5t. univ. 25. —Lebrst, klist. ä'Ilalis, 61.— Die Chroniken Anton Hafnersund seines Sohnes Franz. Manuscr.