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Thaten, wie die der Eidgenossen, zeugen; will Sicm-nogallo's Felder besuchen, meine Blicke weiden an denMarennen, jener einst durch Kultur so herrlichen Gegend,von wo die Freiheit^»), die dort schlummert, jede Bevöl-kerung zurück zu weisen scheint, die an Edelsinn nicht jenergleicht, welche mit ihr begraben liegt. Ich kehre dannzurück mit neuer Liebe und neuer Hingebung an dieFreiheit, der ich diene.
Die Kunde von SienaS Fall verbreitete Trauer jenseitsder Alpen . Die Eidgenossen konnten nicht gleichgültigzusehen, wie um sie her die Republiken verschwanden,die sreien Städte fielen, im Schooße mächtiger Reichealles unterging. Schon fürchteten Manche, Europa geheder Knechtschaft entgegen. Indessen hatte die Freiheit einendenkwürdigen Sieg errungen. Es hatte der Reichstag am 25. September 1555 die Freiheit der Gottesver-ehrungen in Deutschland anerkannt. Den Protestantenblieb, was sie errungen hatten; nur sollte in Zukunftjeder Prälat, der von seinem Glauben abfiel, seine Ein-künfte verlieren So zerrannen des Kaisers Plane.Die Einheit der Kirche war gebrochen, das europäischeGleichgewicht stellte sich wieder her. Selbst das Scepter
120) Gegenwärtig arbeitet eine wohlthätige Regierung daran, dieMarennen der Kultur wieder zu geben.
121) Florenz war ein erbliches Herzogthum, Genua kaiserlich geworden.Venedig benahm sich wie ein reicher Kaufmann, der sich, imGefühl seines Alters, vom Schauplatze seiner Wirksamkeit zu-rückzieht.
122) Man nannte dieß „den geistlichen Vorbehalt". — Eigentlichsicherte aber der Reichstag zu Augsburg die Freiheit des Kultusden Fürsten , die in ihren Staaten alles, was die Religion be-traf, ordnen konnten, nicht aber den Unterthanen zu, die sichfügen, oder das Land verlassen mußten. Sleidan, XXVI-