Band 
Erster Theil.
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So endete die Herrschaft Michaels, des Grafen undFürsten von Greyerz, Freiherr» von Aubonne , Herrnvon Montfervens, Vanel, Chateau d'Oex , Corbiere,Oron, Buriod und Palefieux. Eilf Jahrhunderte langhatten seine Vorfahren über Thäler regiert, deren Anbauihr Werk gewesen. Michaels Beispiel zeigt, wie ohn-mächtig ein Fürst ist, wenn ihm keine andre Stütze bleibt,als die Erkenntlichkeit seiner Völker und das Mitleidseiner Verbündeten.

Bern und Freiburg theilten sich in das Besitzthumso, daß jede Stadt die mit ihr verburgrechteten Thälererhielt. Ueber Oron erwarb Bern die Rechte, welcheder Herzog von Savoyen als Reichsvikar besessen. Cor-biöre war den Freiburgern verpfändet, denen auch Greyerz überlassen wurde. Raffiniere, Chateau d'Oex, Rougemont und Eessenay fielen an Bern . Da es hier keine Leib-eigenen mehr gab, und keine Abgaben bezahlt wurden,so hatte Bern zwar den größer» Theil der Grafschaft,aber nur einen Drittheil der herrschaftlichen Einkünfte er-halten. Um die dreißigtausend Kronen, die es diese Er-werbung kostete, zusammen zu bringen, erhob es eineTell von den Unterthanen sowohl als von den Bürgern,welche vom Vermögen der letztern drei vorn tausend be-trug"^). Bern nahm also Besitz von einem durch seineLage wichtigen Lande, welches, wenn nur wenig Gold,doch dasjenige besaß, was einer Republik Kraft verlieh,ein großherziges Volk.

Kaum war die Theilung vollzogen, als Bern in seinerneuen Provinz den Sturz der katholischen Religion unter-

142) Von je 100 Pfund Vermögen bezahlte das Land 6 Schillinge.Die Stadtbürger zahlten gerne, aber das Land nicht. Stettler.