Band 
Erster Theil.
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nahm. Aber die Völkerschaften fanden ein Gesetz hart,das ihnen befahl, in einem Tage Glauben, Kultus undSprache zu ändern; Wahrheit zu nennen, was sie gesternKetzerei geheißen; die Bilder umzuwerfen, deren Schmuckseit Jahrhunderten das Volk ergötzte. Arme Leute konn-ten in ihrer Einfalt nicht begreifen, daß die Veräußerungder verschuldeten gräflichen Güter ein hinlänglicher Be-weis für die Rechtmäßigkeit der Reform sei. Es be-fremdete sie, daß man zu gleicher Zeit sie zur Prüfungaufforderte und ihnen den neuen Glauben vorschrieb;noch seltsamer fanden sie die Behauptung, ihre frommenVäter, ihre geliebten Grafen seien ein Raub der Hölleund ihre guten Machbaren zu Saviesy, Bellegarde undGreyerz seien blinde Götzendiener, die ein ähnliches Endenehmen würden, wenn sie sich nicht bekehrten. DieZünglinge fragten, ob, wenn die Geliebte ihers Herzensvom alten Glauben wäre, Tugend, Vertrauen, Liebenichts bedeuteten? Die Besonnenen meinten, die Reformdes Landes vollendet zu haben, als sie beschlossen, daß dieKirchengüter steuerbar seien, und daß niemand der Geist-lichkeit mehr als drei und einen halben Schilling ver-machen dürfe "^). Zwar verkaufte ihnen Rom denAblaß theuer, doch gewährte es ihnen Ruhe und ließdem Volke seinen frohen Muth. Sie schlössen von denkirchlichen Dingen auf die bürgerlichen, und wurden fürihre Freiheiten besorgt, indem sie fragten, ob sie die-selben werden behalten können, nachdem ihre neuen

143) Julius II. hatte ihnen gestattet, sich während der Fasten vonButter und Käse zu ernähren. — Um ihre Wissenschaft stand esübel. Kam ein Wundarzt zu ihnen, so ließ sich alles zuAder. So ist'S noch auf den Hebriden . Die Einfachheit ihrerSitten war Natur, anderswo hätte man sie Tugend genannt.Bonstetten .