Band 
Erster Theil.
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Herren mit dem Umsturz der ehrwürdigen Religion be-gonnen "4).

Was die Prediger auf diese Sprache antworteten,wissen wir nicht. Wohl darf man annehmen, daß siedie Herzen der Bergleute verstanden, da Haller und Viretzu ihrer Belehrung abgeordnet wurden. Allein wennauch manches Gemüth sie faßte, so dauerte es doch lange,bis das Volk sie mit Freude anhörte. Man hatte die Altäreihres Schmuckes beraubt; ja, zu Chateau d'Oex das Bilddes hl. Donatus, des Patrons der Gegend, in die er diechristliche Religion gebracht haben soll, von dem Felsengestürzt, wo sich die Kirche erhebt. Täglich schärfte Bern seine Verordnungen: nachdem es Gesang, ärgerlicheKleidung und leichtsinnige Tänze mit Strafen belegt, ver-bot es in den Gasthäusern bis nach Sonnenuntergangzu bleiben, oder mehr als zehn Schillinge zu verzechen.Als Musikanten aus Wallis zum Tanze spielten, wurdedarüber eine Untersuchung angestellt. Ohne Berns Er-laubniß durste kein Vers, kein weltliches noch geistlichesDrama, bekannt gemacht werden. Große Versammlungen,Spiele, Alpenfeste, Weihnachtsfreuden, alles ward unter-sagt. In der Weinlese zog man sonst nach den Ufern desSees, und mischte sich in die Feste der Winzer: Bern verbot auch dieß. Nun trennten sich die Geschlechter;gesondert tanzten Jünglinge und Jungfrauen und hofftennoch etwas von der entschwundenen Freude zu genießen:aber von Bern kam ein Mandat, und machte diesenBällen neuer Art ein Ende. Verordnung auf Verord-

144) Oft riefen sie die katholischen Orte an. Sie überfielen denKastellan und die Vierundzwanziger im Rathhause. I. I. 1558weigerten sie sich der Waffenschan durch Albrecht von Erlach undwurden Mann für Mann um 10 Franken gestraft. Stettler.