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nung, das lag im Geist der Zeit: man trat aus derKnechtschaft, und trug ihre FesselnDie Hirten ver-sanken in Trübsinn; es nahmen Selbstmorde überhand;mit Steinen verfolgten Weiber einen Prediger. Es ver-gingen viele Zahre, ohne daß das Volk zu seinen neuenGebietern Zuneigung bekam, und ohne daß es den Geistdes Evangeliums verstehen lernte. Noch vierzig Zahrenachdem die Alpen , welche die Saane bewässert, mitBern vereinigt worden waren, wurde ein Hirte ange-klagt, daß er geäußert, er gäbe seine Heerde für dieHerstellung der Messe.
Unter solchen Eindrücken vernahmen die Leute dieserGegend den Hinschied ihres letzten Grafen. Der Prior vonRougemont und Broc , Dom Peter von Ereyerz, Sohnder schönen Lucia von Alberjeup, meldete ihnen, daß vorzwei Monaten Graf Michael, nach sechszehnjähriger Ver-bannung, im Schlosse Thalome "°), in der Freigrafschaft,kinderlos gestorben sei. Auf diese Nachricht stiegen alleHirten von den hohen Alpen herab, und ließen sich mitneuen Umständen erzählen, wo, wie, und in welcher Lageihr Fürst gestorben. Als Karl Fruyo, der FreiburgischeAmtmann, eine solche Menge herbeiströmen sah, und alleGlocken läuten hörte, erkundigte er sich, was begegnet sei.Kaum hatte er vom Prior die Nachricht erhalten, soschickte er sie an seine Obern zu Freiburg , welche daran große
145) Man vergißt zu »st, daß die officielle Religion und die Ver-mengung der moralischen und bürgerlichen Gesetze weit überdie Reformationszeiten hinaufreichten. S. Müllers Recens. derGeschichte der St. Peterskirche in Zürich , v. Sal. Heß.
146) So die Greyerzerchronik und das Schreiben des Amtmanns anseine Herren v. Freiburg . Nach einem andern Bericht wäre der Grafim Spital zu Brüffel gestorben, wo man noch ein Grabmal flehtmit der Inschrift: Hic sneel Mickael, eomss üru^eriLS, 1576.