Band 
Erster Theil.
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andere junge Männer, die an der Gränze ergriffen wor-den "). Nichts desto weniger wuchs die Zahl ihrer Nach-folger mit jedem Jahre. Von allen Seiten wurde Calvinum Seelsorger gebeten. Der Eifer, den Genf weckte,hatte Paris eine Kirche gegeben. Ueberall in Frank-reich vermehrten sich die Verbrüderungen, und diejenigen,die durch französische Flüchtlinge zu Straßburg, Frank-furt und London gegründet worden, standen unter derLeitung von Zöglingen schweizerischer Akademien. Allenertheilte Calvin seine Lehren ").

Auch höhern Ortes gab er seinen Rath; gekrönteHäupter ließen sich seine Weisungen gefallen, und erführte mit ihnen eine eben so ernste Sprache, als mitdem gemeinen Manne. An die Königin von Navarra schrieb er: „Ein Hund bellt, wenn man feinen Herrnangreift, und ich sollte zusehen, wie man die WahrheitGottes anfällt, und den Stummen machen, und kein Wortsagen?" Doch fügte er hinzu: „Zhr saget, Madame,Zhr möchtet keinen Diener, wie ich bin. Zch bekenne, daßich mich nicht eigne, Euch große Dienste zu leisten, dazumangelt mir die Kraft, auch bedürfet Zhr es nicht; aberes fehlt nicht daran, daß ich Euch zugethan bin ")."— Derjunge Eduard VI. , bescheiden und fromm, hatte EnglandsThron nach Heinrich VIII. bestiegen, welcher das römischeZoch seinem Lande nur abgenommen, um fein eigenes aus-zulegen. Eduard ließ der Reform wieder freien Lauf; erermunterte sie in seinem Königreiche, suchte ihr in Schott-land Eingang zu verschaffen. Da er zu wiederholten

13) „Das sind unsere Wunder," antworteten die Reformirten, wiedie ersten Christen, wenn man nach Beweisen fragte.

14) Ueberall findet man Briefe von Calvin.

15) Am 28. April 1545.