Band 
Erster Theil.
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Von dessen Feinden, brachte er ihnen bei, auf ihrenWämmsern das Schweizerkreuz zu tragen. Calvin ließ esverbieten. „Nicht daß ich das Kreuz als ein päpstlichesZeichen verwerfe, sagte er. Zch beschwere mich nur dar-über, daß die einen es tragen, die andern nicht: bald wer-den die einen Eidsgenossen, die andern Mamelucken heißen:das ist der einzige Grund meines Tadels" ^). Aber schonhatte Troillet ein neues Angriffsmittel gefunden. EinBrief Calvins an Viret, worin der Freund dem Freundeseine Leiden klagte, war unterschlagen worden^). DieHerren von Genf wollen ohne Gott regieren, hieß esdarin; immer habe man mit ihrer Heuchelei zu kämpfen.Troillet trug den Brief von Schenke zu Schenke^).Er stellte sich, als hielte er ihn für unächt, und wünschenur, daß die Ehre Gottes darunter keinen Schaden leide.Zeder glaubte nun aber zu der Demüthigung Calvins bei-tragen zu dürfen. Zn aller Eile kam Farel von Neuen-burg, Viret von Lausanne nach Genf . Viret zeigte, daßdie Klagen, denen Calvin in der Freundschaft Luft ge-macht, nicht den Sinn haben konnten, den man ihnen bei-legte. Farel, einen Hähern Gesichtspunkt wählend, bat dieGenfer , zu bedenken, welchen Mann sie angriffen: es gebeauf der Erde nicht Einen, der mit so viel Nachdruck,wie er, von Zesus Christus schreibe. Zhn, der selbstMelanchton und Luthern Irrthümer nachgewiesen, wolleman jetzt der unwürdigen Behandlung von Spöttern preis

82) Prol., 9. Juli 1548.

83) » Lkristi prselexlu sins Lkrislo re^nsrs volunt. Uilu cumd^pocrisi in lensbris luctnnäum." Februar 1548.

84) Prob, September. — Raset, V. 20. — »Veni, ystenäi,qusm iniquas sssent srles. Nsirum luesm nxnovi, excn-ravi; remissi suwus, von levoosti. « Calvin an Viret,20. Sept. 1548. (Ungedr. Briefe.)