386
daß alle Freitage abwechselnd einer der Geistlichen predigte,und daß am Schluß der Rede die Versammlung eingeladenwurde, ihre Bedenken zu äußern. Calvin wählte amliebsten die Prädestination und die Gnadenwahl, die erals die Grundlage des Christenthums betrachtete, wennan ihn die Reihe kam, zum Gegenstände der Besprechung,und seine Amtsbrüder ahmten ihm nach. Wie nun einesTages Andre, der Pfarrer von Zussy, auf der Kanzelhiervon sprach, stand Bolsec auf und erklärte eine Lehrefür gottlos, die, weil sie das Fatum der Stoiker "")wieder einführe, Gott zum Urheber der Sünde mache.Daß Calvin gegenwärtig war, wußte man nicht; un-bemerkt war er eingetreten und stand unter der Menge.Plötzlich trat er hervor, und widerlegte in einstündigerRede den Ketzer von Punkt zu Punkt, so gründlich, alsob er sich darauf mit äußerster Sorgfalt vorbereitet
tzu'ost-il besoiii que laut von ss trsvaillskour reeouvrir Is troillent sous la psille!
Optnions ns sout que rirsuie;
O sont gbus; pour co, je los reine,-Lt s'U oonviont voirs laisser es inonäe,
I'ell SUIS tollt pr0t; inuis guo 6e toi j'sbonäo!
8lls ckonc, woll cwur, repreuäs vixueur et koroe,Llissse ckouleur et <1e ellanter t'etloroo.
Lsllnis Iss pleurs; fette lloutsur -nuers,kour louvr visu, pour invogusr ton pers.aCalvins Leben, von Bolsec, zeugt nicht von einem edelnCharakter dieses Verfassers. Seines Feindes Fehler genügenBolsec nicht. Er stellt ihn dar als einen Mann von außer-ordentlicher Ausgelassenheit und Naschhaftigkeit, als einen Geiz-hals, der selbst die Armen bestehle. Unter Fluchen und Schwören,und unter Anrufungen des Teufels läßt er ihn sterben. „Und'"sagt er, „dafür zeugen mir diejenigen, welche Calvin bis zumletzten Athemzug dienten."
100) Melanchton hatte sich dieses Ausdruckes bedient, indem er vonCalvins Lehre sprach.