Band 
Erster Theil.
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hätte; nach der Kirche verklagten die Geistlichen denFremden vor Rath. Da Bolsec betheuerte, mehrereschweizerische Kirchen theilen seine Ansicht, glaubte manbei der Geistlichkeit der evangelischen Kantone anfragenzu sollen. Diese drückte sich nicht wie Calvin, nochweniger wie Bolsec aus: die Geistlichen waren einver-standen über des Menschen Unvermögen, aus eigenerKraft das Gute zu thun; aber sie wollten alle in die un-durchdringlichen Geheimnisse göttlicher Weisheit nicht tiefereindringen. Bern äußerte die Besorgniß, es möchten dievon allen Seiten bedrohten reformirten Kirchen sich neuenVerfolgungen aussetzen. Indessen ward Bolsec unterTrompetenschall und Androhung der Stäupung auf immeraus Gens verwiesen Er ging auf bernisches Gebiet,wurde aber, sobald er dem Dränge nach Ausbreitungseines Glaubens nicht widerstehen konnte auch hierverbannt. Allein der Streit hatte sich schon über dieromanische Schweiz und über deren Gränzen verbreitet"");denn Bolsecs Lehre oder wenigstens ihr Geist lebte in sehrvielen Geistern. Sechszig Jahre später tauchte die Lehreunter anderm Namen '<") wieder auf, und gründete, miteiner politischen Partei sich vereinend, eine neue Kirche,bis sie sich am Ende, des theologischen Gewandes so gut

101) 23. Dezember 1551. — Ruchat, V. — Raset, V, 41. —Genfs Geistlichkeit glaubte, sich über diesen Gegenstand erklärenzu sollen. Desgallars ließ zu diesem Zweck eine kleine Schriftdrucken, die man (nachdem die darin vorkommenden Schimpf-namen abgeändert worden waren , Prot. 4. Jan. 1552)Calvin zum Geschenke darbot. Kürzlich ist diese Schrift neuaufgelegt worden.

102) Besonders in Thonon und Lausanne .

103> Vorzüglich in Italien . Rathsprot. 4. Jan. 1552.

104) ArminiuS.