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stritten; jetzt griff Servet, ein spanischer, vielseitig ge-bildeter Arzt, die Dreieinigkeit an Schon als
zwanzigjährigerZüngling >2«) hatte er ein Werk geschrieben,worin er den Heiland zu einem Geschöpfe, und den heiligenGeist zu einem Ausflüsse Gottes machte. Nach einemAufenthalte in Toulouse, Basel und Paris hatte er sich !zu Vienne in der Dauphin« niedergelassen, und zehnZahre lang die Arzneikunde geübt. Das Bedürfniß, seineGedanken auszusprechen, siegte jedoch am Ende über dieSorge für seine Sicherheit: er gab im Zahre 1552 seinBuch von der „Wiederherstellung des Christenthums" her-aus Die Dreieinigkeit war darin als ein Traum
Augusrins bezeichnet; die Erlösung war nichts anderes, jals die vernünftige Uebung des freien Willens, und dieSeligkeit konnte in jeder Religion erreicht werden. ZnKetten geworfen, wäre Servet in Vienne lebendig ver-brannt worden > 22 ), hAtt er nicht entweichen können. ^
120) Prot. 14. Sept. bis 30. Oct. - Picot, II, 23. — Rosct,V, SO. — Ruchat, VI, 26. - Spon, I, 293, Note r. -Beza, Calvins Leben. — 8,-inclii Libliolli. Xulitrinilnria,6 — 15. (Lclit. kreist.) — Likliotkegus nu^lsiss, II, 76.Darin wird das Verbrechen Rom zur Last gelegt. — Libliolli.raisouuee, III, 172. — XruolO, XVI, 33, Xiläil. II. —Mosheims Servet. — Ältwaerde, Servet. — Senebier, Henri(Calvins Leben, Einl. XXI), suchen Calvin zu rechtfertigen. —Die Sache dauerte zwei Monate.
121) Servet und Calvin waren an demselben Tage geboren.
122) Servet sandte dieses Buch an Calvin, ihm Wunder davon er-zählend, und anerbot ihm, nach Genf zu kommen. Es sollenvon der Schrift nur noch zwei Eremplare vorhanden sein: daseine zu Paris, das andere zu Vienne . Dieses letztere, obgleichnicht wohl erhalten, wurde vom Grafen de la Balliere um3810 Frkn. gekauft. LioArapkis universelle.
123) Calvin war sein Angeber. Er hatte ihn in Basel kennen gelernt(1535). In einem Briefwechsel suchte ihn Servet in Verlegen-