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Genfer Geistlichen '^), welchem er vorwarf, er bete einendreiköpfigen Cerberus an, setze an die Stelle des Glau-bens einen Traum, und todte die wahre Wiedergeburtdurch Verkennung des freien Willens. Calvin hatrekaum seine Anklage abgefaßt, als der Student seine Ent-lastung verlangte; die ganze Stadt trat gegen Servet auf.
Der Streit wurde durch Schriften fortgesetzt, und zwarvon beiden Seiten mit rohen Schimpfwörtern. Servetsetzte seine Hoffnung auf Berthelier und Perrin, die ihnheimlich ermunterten '^). Zm Vertrauen auf ihre ,Zu-sicherungen beantwortete der ohnehin kecke Mann die acht-unddreißig Anklagepunkte bloß mit Randglossen, oft miteinem einzigen Worte, wie: Treuloser, Betrüger, Ver-räther, böser Geist "°). „Es fiele mir nicht ein," schriebCalvin an seine Freunde, „diesen Menschen so grausamzu verfolgen, wenn er durch einige Bescheidendeit sich dasLeben erkaufen wollte; aber er ist von einer Wuth be-sessen, die ihn dem Gerichte Gottes entgegentreibt^')."Servet, der in Genf fremd war, verlangte einen An-walt; man gab ihm zur Antwort: seine Gottlosigkeit macheihn dessen unwürdig. Genöthigt, sich selbst zu vertheidi-gen, beklagte er sich, daß er vor ein weltliches Gerichtgestellt werde, wahrend die apostolische Kirche doch nie-mals in Glaubenssachen Kriminalprozesse angehoben. Erbemerkte, daß wenn er Meinungen habe, die in Genf
128) Abel Püpin.
128) Der Lieutenant berichtete nn Rath: »äeux compgAnons avaientete pris pour svoir mz-s ecksUss pour preuckre pssseresugux mur8 6e I'evScke (Servets Gefängniß).«
130) «Siwomaxus, s^coptianla, nebulo, perlläus, iwpuMcus,cacoUgeuioii, ridieuius nius , « u. s. W.
131) » kt ne ss veut excuser Z'avoir los a sou «ervileur IV^colarvessontaiues äs tsire Partie coutrs Servet. » Prot.