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für einen Augenblick unterbrochene Kampf des Rathes mitdem Consistorium; allein es war inzwischen in den Ge-müthern eine große Veränderung vorgegangen. Calvinhatte sich wieder aufgerichtet: die öffentliche Meinunghatte sich für den Vertheidiger des christlichen Glaubensentschieden, und er, der vor zwei Monaten nur davonsprach, Genf zu verlassen, durfte auf die Zustimmungdes Volkes zählen, seit er den Feind Gottes gestürzt''').Bald erhielt er den Beweis davon. Farel hatte zu Genf eine Predigt voll Schmähungen auf die Kinder der Stadtgehalten "2). Eine Schaar junger Leute erschien vor-dem Rathe und begehrte unter Drohungen, daß Farelvon Neuenburg berufen werde, um seine frechen Redenzu verantworten. Doch eine noch größere Zahl andererjungen Leute wagten es diesmal, sich für den geist-lichen Vater Genfs zu erklären. Sie behaupteten, FarelsRede sei nur eine väterliche Mahnung gewesen, und for-derten vielmehr die Bestrafung der dreißig Ankläger, diesich den Namen des Volkes angemaßt hätten. Inzwischenerschien Farel, ruhig, wie gewöhnlich. Alles strömtezusammen, alles rief: Gerechtigkeit! Gerechtigkeit! unddie Bürger, ihre Werkstätten verlassend, zogen in langerReihe nach dem Rathhause, um ihre Geistlichen vor jedemSchimpfe zu sichern. Perrin erklärte mit zitternder Stimme:die Predigt sei eine heilige gewesen, und alle Parteiensollten sich zum Zeichen aufrichtiger Versöhnung'") die
141) Woher kommt es, daß man diesen wichtigen Meinungswechselnicht bemerkt, daß die Geschichtschreiber nicht davon geredet haben?
142) «kirss gus br!gnn<1s, naeurlriers, larrous, pnllisräs, »tlaistes(Atheisten) etv.» Prob 3. Nov. 1553.- Roset, V, 53.
143) »vepuis ce sour Ie8 ävbsuelies eurent Is peupls pour sus-pect, tlisant qus leurs sckvorsLires se Isissient lorls cles