Band 
Erster Theil.
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Callmdrini, die Turrekini, die Diodati°) zogen nach Genf ;Zanchi und MartinengoH nach Chiavenna, wo ihnen dosinnige und heilige Freundschaftsband, welches seit sechs-zehn Jahren sie umschlang, die freiwillige Verbannunglinderte. Viele andere, die im Herzen das Evangeliumliebten, blieben zu Lucca , und hofften auf bessere Tage,die niemals kamen b).

Zwei Umstände hatten der Reform in Mailand undin Piemont Vorschub gethan: die Nähe der Waldenserin den Alpen und die lange Zeit schwankende Lage derLombardei . Es hatten sich kleine Kirchen gebildet. Nichtohne Gefahr besuchte sie Curione°), ein edler Jüngling

6) Wenn Karl V. durch Lucca reiste, wc'lnite er IM Hause derDiodati. In einer Nacht wurde er durch Geräusch geweckt. Ererkundigte nach der Ursache. Die Hausfrau befand sich in Ge-burtswehen. Erließ ihr wünschen, daß sie einen Knaben gebäre,damit er Pathe sein könne. Den andern Morgen hob der Kaiserdas Kind aus der Taufe und der Papst taufte es. Das Kinderhielt des Kaisers Namen. Es war derselbe Karl Diodati. derum der Religion willen nach Genf zog, dort die Bibel übersetzte,und der Stammvater wurde einer in der biblischen Literatur be-rühmten Familie. Nur im Jahre 1550 flüchteten achtzehn Lucchescrüber die Alpen .

7) Massimiliano Celso. Graf von Martinengo. aus einer gräflichenFamilie von Brescia. Er starb als Pfarrer der italienischen Kirchezu Genf im Jahre 1557. — Girolamo Zanchi wurde nach Straßburg berufen und lebte daselbst als Professor der Theologie bis 1563.wo er. des Sakramentsstreites müde. als Pfarrer nach Chiavennazurückkehrte. Später ( 1567) erhielt er einen Ruf nach Heidel-berg und starb daselbst 1590. Der Bürgermeister Sturm vonStraßburg schrieb von ihm: »Llinline ss pro rellgionw caus»solllcitum köre, si vel solus /ancliius cum palribus, qiiiTriilonli sirnt, in ooncillo cogerelur clisssrere.« Tiin-bosclii VII.

8) simwlor, Vils IVIarlvrw, p. 8. — Gerdes. S. 288. 351.

9) Lelio 8ecunüo Lurions. Er war von dreiundzwanzig Kinderndas jüngste.