Band 
Erster Theil.
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Scrofeo, Inquisitor der Diocese von Como , aus ihremGebiete gewiesen, und diesem die Religionsfreiheit ge-währt"-). Jetzt drangen ungehindert die neuen Begriffevon Norden und Süden herein. Mainardo aus Saluzzo ,Curione's Freund, predigte dieselben zu Chiavenna'''),Andere im Veltlin, Giulio Milanese in Poschiavo ^).Ihre Fortschritte zu bekämpfen, hatten die Priester desLandes keine wirksamen Waffen mehr: vor kurzer Zeitwaren ihrer zwei um grober Verbrechen willen bestraftworden, ein dritter hatte sich, um ein schönes und leicht-gläubiges Mädchen zu verführen, in die heilige Jungfrauverkleidet: solche Sitten hatten sie um alles Ansehen ge-bracht '2).

Bald kamen neue Flüchtlinge am Fuße der Alpen an.Sie wurden mit jenem Brudersinn aufgenommen, derdie Glieder der evangelischen Familie verband. Jedochgewahrte man nach einiger Zeit, daß die Grundsätzemehrerer aus ihnen mit denen der schweizerischen Kirchennicht übereinstimmten. Sprach man von den IrrthümernBolsecs oder Servets, so verwarfen sie dieselben nichtunbedingt. Sie gaben Zweifel mit italienischer Feinheit

ein Grabmal. Castelvetro weilte nicht zu Basel , wie Palla-vieiui und Bastle berichten; aber er starb daselbst.

16) 1526. — Onlu, 8toria 6, 6omo; nach Merlo's Chronik. —ve vorta, llisl. Lcolss. ktrnelicarum, I. 146.

17) Meyer, die Gemeinde in Locarno , I. S. 43. — 6er6es, 300.—Herkules von Salis und Paolo Pestalozza, zwei seiner eifrigstenSchüler, rüsteten nicht, bis man auf dem Tage zu Davos (1544)den Beschluß gefaßt: Die Mehrheit gelte, wolle sie die Predigtoder die Messe. Noch wurde beigefügt: Privatleute mögenauf eigene Kosten einen Lehrer, oder Schulmeister habe»; denFlüchtlingen eine Freistatt . De Porta, 52.

18) De Porta, 30.

19) De Poria. — Ruchat, V.