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überall an, in Zürich, in Bern, in Genf , aber nur seltenzu Vicosoprano, einem Flecken im Bergell , dessen Pfarr-scelle er übernommen. Ernstlich schien er in Lausanne eine Stelle zu wünschen: er erhielt sie, und floh nachdrei Wochen aus Furcht vor der Pest^). Wo er hin-kam, streute er eine Menge Schriften aus, die mehrzur Aufreizung, als zur Erbauung dienten Er suchtemit Jedermann, der einen Namen hatte, in der Schweiz oder im Auslande, einen Briefwechsel anzuknüpfen; erschrieb sogar an Gonzaga, den Gubernator von Mai-land . Er bot sich allen Parteien zum Vermittler an^).Endlich bedachte man, daß er aus den Intriguen des römi-schen Hofes gekommen, und noch den Geist desselben befaß.
Die ersten, welche ihn so beurtheilten, waren die Geist-lichen im hohen Rhätien, von denen ihn seine Unruhe, über-all die Augen auf sich zu ziehen, und seine ehrgeizige Ge-schäftigkeit entfernen mußten. Diese Männer führten einbeschränktes Leben voll Hingebung, sie lebten von ihrerHandarbeit und von der christlichen Barmherzigkeit. DieGemeinden, damals noch unabhängiger, als fetzt, die,an mehr als Einem Orte, in der Reform nur ein Mittelgesehen, von allem frei zu werden, was ihnen die Kircheaufgelegt, hatten ihre Seelsorger auf den fünften Theilihres Einkommens gesetzt; fa Comanders ärmliche Be-soldung war noch geschmälert worden, weil er gegen diefremden Zahrgelder predigte. Saluz hatte manchen Taggehungert, während er von Gemeinde zu Gemeinde zog,