Band 
Erster Theil.
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Kantonen unterstützt^), trug Thomas Planta doch amEnde den Sieg davon. Ueberdies hatten die katholischenGemeinden die Sitten ihrer Führer angenommen; diereformirten setzten ihre Ehre darein, die ihrigen zu rei-nigen "). Aller Tanz war verschwunden; man warmäßiger geworden im Genusse von Speise und Trank.Obgleich das evangelische Predigermut dem Ehrgeiz keineAussichten gewährte, führte demselben der Glaube dochangesehene Männer zu. Johann Travers von Zuz warKanzler des Bischofs gewesen; dreizehn Mal hatte ihndas obere Engadin zu seinem Landammann gewählt; er-halle ruhmvoll die Truppen des Gotteshausbundes be-fehligt: noch am Abend seines Lebens griff er nach demHirtenstab, um jene zum geistigen Streite zu stärken, dieer einst in andere Kämpfe geführt. Diese einfachen,zuweilen etwas rohen Männer mußten bald mit Vergerio

mit eigener Hand getödtet. Sprecderi Pallas, 126. Sein Mit-bewerber war hinkend, und Salis beschuldigte ihn: „Wie seinGang. hinke auch sein Glaube."

33> Auf Tschndi's Verwendung.

34) Lickkorn, klpisc. Luriensis, p. 156. „Die Bünde behieltensich das Recht der Annahme und Verwerfung vor. Das Kapitelbeugte sich unter die Unbill der Zeit. " — Als im Jahr 1552 derBischof Thomas nach Trient gegangen war. riefen ihn die Bünde zurück. „Ihr werdet alles zu verantworten haben." schrieben sie ihm.„Der Bischofs ist der Herr. die Banren sind die Meister" sagteComander. — 1559 verpfändete der Bischof Kirchengüker; dar-über geriethen die evangelischen Prediger in Zorn und riefen:„ man soll ihn aller bürgerlichen Rechte berauben. " Salis undder alte Travers nahmen ihn in Schutz. — Der Einfluß der an-gesehenen Familien hinderte allein die Säkularisation des Bisthnms.

35) Er war 72 Jahre alt. — »Tolus arlamanlinus in voinlninsKolio. " — De Porta. I. 237. — Als Travers später, mit seinemgroßen Kredit, die Säkularisation des BisthumS Chur hintertrieb,stellten ihn die Geistlichen als einen Mann dar, der von derPolitik eben so sehr als von der Religion geleitet werde.