Band 
Erster Theil.
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dem Dolmetsch; um sie reiheten sich Priester, Mönche,Adelige, Notare. Jetzt traten die Luganeser ein, vorandie Bruder Camuzzi, Doctoren der Medizin, aber auchin der Theologie gelehrt. Von einer andern Seite nä-herte sich Beccaria. Unter den Schülern, die ihn be-gleiteten, gewahrte man Duno und Ronco. Jener hattedas Recht, dieser unter Cardanus die Arzneikunde stu-dirt; wie ihre Vater Freunde gewesen, waren sie es selbstvon Jugend auf, und schlössen sich von Zahr zu Jahr,bis an ihren Tod, immer inniger an einander^). Mar-tins, ein junger Rechtsgelehrter, aus dem adeligen Ge-schlechte der Muralto , theilte ihren Glauben, ohne ihrTalent zu besitzen. Der Gegenstand der Disputation warder Primat des Papstes. Die Bruder Camuzzi befandensich im Nachtheil. Bald bemerkte Wirz, ohne die italie-nische Sprache zu verstehen, ihre Verlegenheit, brach so-gleich die Erörterung ab, und fragte in gebieterischem Tonedie Reformirten: „ Wollt ihr einfach und ohne Umschweifeden Kirchenglauben annehmen?" — „So weit derselbemit der Bibel übereinstimmt," antworteten sie. — „Wolltihr oder wollt ihr nicht?" — Sie beharrten auf ihrerAntwort. Die Versammlung sprach über sie das Ver-dammungsurtheil aus. Doch als die Diener Befehl er-hielten, Beccaria festzunehmen, erhob sich im Schloßhvfeein lauter Tumult. Es waren dreißig junge Männer,den Degen an der Seite: nur ein Wort von Bec-caria , und sie standen zu seinem Schutze bereit. An ihrerSpitze zeigten sich die kühnen Orello und Benada. Kaumwar dem Einen ein Messer aus dem Aermel gefallen, so

88) Du»!, ineäiei, spislols; weäiciiinlss. lizuri 1592; s. dieZueignung an seinen Freund.

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