Band 
Erster Theil.
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stören, an der Vollziehung der Maaßregel keinen Antheilzu nehmen. Nur Zürich wollte gar nicht nachgeben. Esläugnete, daß der Landsfriede diesen Sinn habe, undverlangte neuen Aufschub. Zm Gefühl ihrer Kraft will-fahrten ihm hierin die Katholiken; zugleich kamen sieüberein, zu waffnen, und luden Wallis zu Erneuerungdes Bündnisses ein. Uri musterte seine Mannschaft; manforderte Zug auf, unter dessen Bürgern es mehreregeheime Anhänger der Reform gab, die Leitung desGeschäftes einem geheimen Rathe anzuvertrauen.

Inzwischen kam der Bischof von Terracina, OttavianoRiverta, in die Schweiz . Die Duldung eines Herdesder Ketzerei auf italienischem Boden und an den Thorenvon Mailand hatte dem heil. Stuhle wichtig genug ge-schienen, um einen eigenen Legaten abzuordnen. Rivertaverbreitete kriegerische Gerüchte; ermähnte die Eidgenossen,in den Fußsrapfen des Erlösers zu wandeln, der nur dieSpräche der Liebe geführt; beschwor sie, um einigerUnterthanen willen, doch nicht vielleicht das reinste undruhmvollste Blut der Nation zu vergießen Die Haupt»fache war, auf Zürich Eindruck zu machen: er verließsich hierin auf St. Laurent, den französischen Gesandten.Meist schickte der König, der wohl wußte, wie sehr erder Schweizer bedurfte, seine gewandtesten Unterhändleran sie. Während er für seinen Krieg mit dem Kaiserdie sämmtlichen Streitkräfte verwenden sollte, die ervon den Kantonen erhielt, gewann Spanien mit jedemTage mehr Einfluß im Alpenlande. Die Sprache dieserMacht war schmeichlerischer, ihre Aushebungen wurdenimmer beträchtlicher; schon zogen sogar protestantische

102) Duno an BuUinger, 5. Nov. — Die Znrcherische Kirche (vanRvnco's Hand), 7. Nov. - Meyer, I, 336.