Band 
Erster Theil.
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St. Laurent, wie der Nuntius, stellten sich ein DieLocarner verlangten nur, daß sie geduldet werden, wie esja selbst die Zuden in der Christenheit waren Bern ,Basel und Schaffhausen hielten ihren Fehler jenem an-dern entgegen, daß mit Verletzung der Souveränitätsrechteder Städte, ein Eid von ihnen gefordert werde, und meinten,die Strafe für den einen sollte aufgehoben werden durchdie für den andern; die Abgeordneten sollten indeß, wenndies nicht gelänge, die Katholiken gewähren lassen "2).Durch seinen Bürgermeister Haab erklärte Zürich : DerKrieg, womit man ihm gedroht, habe es nicht erschüt-tert; Zürich habe dazu keinen Vorwand gegeben; denLandsfrieden verstehe es nicht, wie seine Bundsgenossen;aber es habe sich an die Billigkeit gewandt, nicht an dieWaffen. Was man von ihm wolle? daß Zürich die Lo-carner züchtige? daß Zürich sie berede, von ihrem Glau-ben abzustehen? „Wahrlich," sagte der Bürgermeister,„das hieße ein Verbrechen begehen, wenn wir eine Re-ligion verfolgten, zu der wir uns bekennen. Nie würdenwir von den sieben Orten verlangen, was sie von unsbegehrten; nie würden wir es von ihnen erhalten. Wirverwahren unsere Rechte, und werden keinen Theil neh-men an dem, was geschehen soll."

Die Städte bestritten also nicht mehr, daß die Mehr-heit entscheiden dürfe. Es legten sich nun Kurz von Ap-penzell und Tschudi zwischen die Parteien 'P. Sie

110) Auch Abgeordnete von St. Gallen und Bünden.

111) Bullinger hatte ihnen ihre Vorstellungen entworfen.

11L) Zwischen uns und den Siebenörtigen sind die Lanzen ungleich lang.

113) Paul Schüler, Tschndi's College, war ein eifriger Reformirter;aber er wurde von des letztem Ueberlegenhcit beherrscht. Leu'SLerikon. Kurz war ein glühender Katholik. Zellweger.