Band 
Erster Theil.
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sprachen als Staatsmänner; zeigten, daß die Eintrachtfür die Schweiz um so nothwendiger sei, als diese nurwenige Freunde besitze, und in Gefahren nur auf denArm ihrer Söhne bauen könne, und schlugen einen Ver-gleich vor '"), der, bei aller Anerkennung des im Friedenvon 1531 unbestreitbar liegenden Sinnes, das Recht derStädte nicht anzutasten schien. Die Locarner sollten ab-schwören, oder mit Hab und Gut das Land verlassen.Die Politik gibt dem Herzen erst nach der Klugheit Ge-hör: die Abgeordneten der drei Städte traten dem Vor-schlage Tschudi's bei"'), und baten Zürich , sich nichtvon ihnen zu trennen. „Wo findet ihr," sagten sie,„einen Schiedsrichter, der den Landsfrieden auslegt wieihr? Ihr beruft euch auf das Gewissen: wir sindauch mit ihm zu Rathe gegangen, und es verbietet uns,das Schaf dem Wolfe in den Rachen zu werfen. Ihrfolget denselben Räthen, die euch 1531 verleitet haben.Erinnert euch, welche Macht ihr besaßt und wie vielihr damals verlort. Meint ihr vielleicht, durch Krieges wieder zu ersetzen? Unser Volk will keinen Krieg; wienach der Schlacht bei Kappet, würde eS sich gegen unswenden. Zu den Gefahren von Znnen würden anderevon Außen kommen. Habt ihr das Schicksal von Kon-stanz , das Unglück des Reichs schon vergessen? Kriegwürde uns verderben, und ihr wollt euch um einigerWelschen willen hineinstürzen. Glaubt mir, Eintrachtthut uns Noth: wir wollen die Bünde wieder stärken,

1141 „Möge» auch viele Fürfte» uns Schmeichelwvrte gebe», wir könnenbei ihnen weder unsere Hülfe nach unsern Trost finden. Unsbleibt nichts übrig, als zusammenzuhalten, und mit treuemMuthe, im Geiste guter Eidgenossen, bereit zu sein. mit GottesHülfe unser Vaterland zu vertheidigen."

115) Ihrem Wunsche gemäß, gab mau ihm die Form eines Vertrags.