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zösische Partei alles geleitet, war die Sache geheim ge-blieben so daß die Geistlichen und das Volk denBeschluß der Zweihundert erst spät durch unbestimmteGerüchte erfuhren. Halter drückte seinen Schmerz solebhaft aus, daß ihn Weingarten und Nägeli vor Rathbescheiden ließen. Furchtlos ging er hin. Nur fünf Raths-glieder konnten entscheiden, da die übrigen alle den beidenKlägern verwandt waren. Jene begnügten sich damit, denPrediger einzuladen, daß er in Zukunft seine Vorstellungendem Rathe anvertraue, anstatt die Gewölbe der Kirchedavon ertönen zu lassen. Bei Nägeli, wie bei allen großenSeelen, legte der Zorn sich sogleich wieder. Zu Basel und zu Schaffhausen , wo die Oligarchie mit jedem Jahremächtiger wurde, ließ man die Geistlichen schreien, ohnedarauf zu achten.
In Zürich allein waren die Räthe, die Geistlichkeitund das Volk desselben Sinnes. Man wandte sich,um dessen gewiß zu werden, an alle Gemeinden. Inlenen Zeiten, die noch keine Volksvertretung kannten, botdiese Uebung, das Volk zu fragen, einen Ersatz; eswar daraus seit Zwingli's Tagen eine stehende Einrich-tung geworden, welche dreizehn Mal im Laufe des Jahr-hunderts zur Anwendung kam. Schwer hatte Zürich imJahre 1531 gebüßt, daß es sich nicht daran gehalten, wäh-rend es sich 1549, um das französische Bündniß zu ver-werfen, auf seine Gemeinden stützen konnte. Es glaubtenun deren Stimmen auch über die Sache der Locarnersammeln zu sollen. „Das Benehmen unserer Herren ge-reicht ihnen zur Ehre," lautete fast überall die Ant-
119) Die Hoffnungen der evangelischen Berner gründete» sich aufSulpicins Halter und den jungen v. Erlach. Diesen entriß ihnender Tod.