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ließen sich überreden, niemand vom schwächer» Geschlechte.Drei Frauen, Lucia Bello Caterina Appiana undBarbara Muralta wagten es sogar, einen Dominikaner ,dessen Predigt sie zugehört, herauszufordern. Zm Beiseindes Nuntius entspann sich zwischen ihnen und drei Mönchenein Wortwechsel. „ Meine Frauen, sobald Zhr den gött-lichen Ursprung der Evangelien anerkennet," redete derPrälat sie an, „seid Zhr auch zum Stillschweigen ge-bracht." — „Das sind wir," entgegnete BarbaraMuralta, „wenn Zhr allein reden dürft." — „Redetnur, redet!" versetzte der Legat. — „Das Evangeliumist das Brod des Lebens, geht es aber durch Euere Hand,so mischt Zhr Gift darein." Die einbrechende Nachtmachte dem Streit ein Ende. Des Morgens, als Bar-bara eben ihre Haare ordnete, erschienen Gerichtsdiener,sie zu verhaften; sie bat nur um Zeit, sich völlig anzu-kleiden, und entwich '^). Die beiden andern Frauen be-gleiteten sie auf ihrer Flucht. Zhre Güter wurden ein-gezogen. Mit dem Kopfe bezahlte Greco nach sechszehn-wöchiger Gefangenschaft seine Aeußerungen über die heil.Zungfrau ^). Umsonst verwendeten sich die katholischenLocarner für ihn; umsonst forderten sie ihn heraus, kraft
124) Geborne v. Orelli.
125) Sind die vom Chorherr» v. Muralt in: «I.ux in ienebris» er-zählten Umstände aus der Wirklichkeit, oder seiner Einbildungentnommen? die geheime Thüre gegen den See; jener von Bar-bara weggerückte Schrank, den sechs Männer kaum hätten be-wegen können; der Traum, der die Heldin gewarnt; ihr Gebetwährend des Ordnens der Haare; ihre Flucht auf dem Nachen,indeß ihre Feinde vom Palaste aus sie ihrer Verfolgung entgehensahen?
128) Sonnenberg und Beroldingen, alte Soldaten, stimmten zur Ver-bannung. Ihre Kollegen hingegen sprachen: „Wir haben Be-fehl, diesem Menschen aus dem Leben zu helfen."