Band 
Erster Theil.
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den Städten Deutschlands und der Schweiz. Zu Aarau befanden sich fünfundzwanzig, eine weit größere Zahl zuGenf und zu Zürich ">). An Vullingers Tische speistenoft mehr als zwanzig Flüchtlinge. Zürich gab den Eng- 'hindern das Obdach, versah sie aufs reichlichste mitBrot, Wein, Früchten'^). Begreiflich, daß es anstand,neue Flüchtlinge aufzunehmen.

Indessen war für die Locarner die Stunde gekommen,wo sie zwischen der Religion und dem Vaterlands wählenmußten. Am 3. März ergriffen fünfzehn den Pilgerftab,und zogen aus so heiter, als ob Gott in eigener Person siebegleitete. Die Straßen waren beinahe unwegsam, so daßsie nicht ohne Beschwerde nach Roveredo im Misocco ge-langten. Ohne sich viel um den von einigen Parteimännernausgegangenen Beschluß zu bekümmern, ließen sie sich hiernieder, und es kamen ihnen bald mehrere ihrer Brüder nach. ^Unter diesen befand sich der Seidenweber Appiano, dersich anfangs durch die Bitten seiner Familie hatte zurück-halten lassen. Zwar gewahrte ihm sein Kunstfleiß reich-lichen Gewinn, aber seit der Abreise der ersten Flücht-linge hatte ihm sein Gewissen keine ruhige Nacht gelassen.

Seine Frau wollte ihn nicht begleiten. Lucia Bello undElisabeta di Campo hingegen verreisten ohne ihre Gat-ten, Elisabeta Rosalina und Angelina Albertina zogen dieihrigen mit sich ^°). Endlich kam die Antwort von Zürich

134) Lever, Covendal, Bischof von Ereter; Hunsfried, Chamber,

Core, Parkurft, Bischof von Norwich ; Juell, Bischof vonSaliS-bury; Horn, Pikinton, Bischof zu Durham , Spencer, Renning,

Bentham , Colus, Sand, Mgan u. s. w.

135) Bullinger an Calvin, 18. Jänner. — Martyr an Bullinger,

29. Jänner. — Meyer, I. 457. — Nuchcit, IV. 333. — Heß,

Bnlüngers Leben.

136) Als im September 1556 die Ramogna Bäume entwurzelte,

Felsen wegschwemmte und sich in ihrem eigenen Bette aufstaute,