Band 
Erster Theil.
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ihnen, Häuser zu kaufen, mehr als ein Handwerk zu be-treiben, ohne ihre Erlaubniß neue Gewerbe zu grün-den'^); und sie brachten es so weit, daß die reichstenLocarner sich entfernten: der unternehmende Appiano,der begüterte Rosalino, der thätige Verzasca zogen nachBasel . Nur durch die Gewalt der Umstände wurden dieRäthe vermocht, einigen Flüchtlingen das Bürgerrecht zuverleihen. Johannes von Muralt "P erhielt es um seinesAnsehns, Zanino um seiner Dienste, Duno um seines

Reichthums willen; die Orelli mußten mehr als einJahrhundert lang darum ringen ""). Doch wurden dieLocarner für ihren frommen Muth belohnt, die Züricherfür ihre Wohlthätigkeit. Reichlicher wäre der Preis ge-wesen , wenn alle Bürger gedacht hätten, wie Bullinger.Das Neble wie das Gute fand seine Vergeltung.

147) Sie mußten sich, gleich den Niedergelassenen, alle Hemmungengefallen lassen; Ein- und Ansgangszölie w. rc.

148) Der Stammvater aller Muralt in Zürich. Die in Bern stammenalle von Ludwig, dem Sohne Martins Muralt ab. Ludwig,der in Bern Chirurgie stndirte, wußte der Enkelin des stolzenNägeli, Tochter des Schultheißen Beat von Müllinen, zu gefallen.Er besaß alle Eigenschaften, ihrer Liebe würdig zu sein; nurwurde er nicht für ebenbürtig angesehen. Bullinger vermittelte,und die Beharrlichkeit der Liebenden überwand alle Hindernisseihrer Vereinigung, selbst den beleidigten Stolz der adelichenFamilie. Meyer, II. 328. — Leu, Art. Muralt.

149) Taddeo Tuno, sein Bruder, erhielt das Bürgerrecht nicht, wardaber Stadtarzt, mit einem Jahrgehalt. Er überlebte alle,selbst seinen theuren Roueo.

150) 1591 wurden sie als Bürger angenommen, so daß sie im Aus-lande von Zöllen befreit waren, aber das Recht, zur Regierungzu gelangen, noch nicht besaßen. Erst 1679 empfingen sie dasvolle Bürgerrecht. Man hat alle die Beeinträchtigung, womitsie zu kämpfen hatten, die zweite Verfolgung genannt.