I. Buch. Viertes Capitel.
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emporsteigt; auf der andern Seite steht eine senkrechteFelsenwand schrecklich hoch; der Weg lauft viele Stun-den lang zwischen hohen Bergen am Rande steiler Ab-gründe und vieler tiefen Thaler. Diese damals kaum, gangbare Straße nahm der ganze Helvetische Stamm und
seine Eidgenossen, dreyhnndert acht und siebenzig tau-send Menschen mit all ihrem Gut. Langsam kamen sieaus dem Gebirg über Dcrgwasser und an dem sumpfigenUfer des Nantuasees an den Ararstrom, nun die Saone.An demselben flochten sie Kahne und Flötze nach der IIn-Vollkommenheit ihrer Kunst, langsam und ungeschickt.In zwanzig Tagen kamen über diesen stillen Strom dreyGaue; die Tigurincr bedeckten den Zug- Von da nah.men sie ihren Marsch nach den fruchtbaren Landern der, Santoner * ?)-
Der Kritg Als Cäsar vernahm, daß die Helvetjcr, denen Rom CasarS: An-nur durch des Cassius Niederlage und abgedachte Belei-"b' digung bekannt war, 'oben an der Provinz her ziehen, umsich nordwestwarts niederzulassen, hielt er für gut, ihre Un-ternehmungen mit genügsamer Macht zu beobachten, über-gab das Heer bey Genf seinem Legaten Labienus , eilte nachItalien , hob zwey Legionen, führte drey aus den Winterla-gern , war schnell wieder in Piemont '8), vertrieb durchGewalt und Schrecken die Centronen, Garocelen und Caturi-ger aus den Passen ihrer Alpen "), durchzog mit mehr als
17) Ihr Name ist in Saintoiigc übrig; die Veranlassung zu derAuowqhl dieses Distriktes ist unbekannt.
18 ) Ocvlum, ErillcS.
is) Diese Alpcuvölker mochten zu Bewahrung ihrer Pässe undLänder eine Eidgenossenschaft haben: Als Cäsar , um den Heftvctiern außer dem Gebirge zu begegnen (die Römische Kriegs,kuust hatte entschiedenere Ucbcrlcgcnhcit in Ebenen), durch- der Garocelen Land a» die Rhone hinaus ziehen wollte, rie,fcn diese ihre Eidgenossen die Centronen aus Taramasse, dieCaturigcr aus dem Embrünscben, zu Hülfen begegneten ihm,und wurden durch die Kriegslist, welche PvlväunS (MI-,rz, r) meldet, überwunden.