wohnten um die Stadt Sitten, im Rhodanpäg Werager,von da Nantuaken '^) bis an den Lemanischdn See >4).
Wie es Rö- Die drey letztern Völkerschaften wurden durch Cäsar mischwurde. unterworfen, weil sie in dem Penninischen Paß durchübermäßige Zölle und Frachten die Handelfchafr störtenund Näuberey trieben. Sie verloren ihre Freyheit, weilsie dieselbe zum Schaden der Ausländer mißbrauchten;- sie hatten feste Burgen und starke Pässe, es fehlte wederMuth noch Freyheikgefühl; aber sie wußten sich ihrer Vor-theile nicht zu bedienen; also mußten sie um Friede bit-ten und Geisel geben. Da nahm Sergius Galba, der' die zwölfte Legion und einige Reiterei) hatte, das Win-terlager, theils im Nantuatischcn, theils (vornehmlich)zu OktoduruS ' r), einem Flecken der Werager; dieDranse theilt Okkodurus; diesem Fluße westwärts befestigteGalba sein Lager; demselben gegenüber wohnte das Volk.
. Ehe das Lager vollends befestiget und mit ProviantBefteming!^ M'ugsan, versehen war, beschlossen die Werager, diesesThal durch des Galba Untergang Römischen Feldherrenfürchterlich zu machen; der Hoffnung unangefochtenerFreyheit wollten sie sich selbst und ihre Kinder, welchebey dem Feind Geisel waren, aufopfern. Einst bey An-brach des Tages erschien der Paß.und alle Höhen um denOrt von ihnen und von den Schmiern besetzt; Galba von Zufuhr und Hülfe getrennt. In einem Augenblicküberfielen die Seduner und Werager, begeistert von Zu-versicht und Rachbegierde, von allen Orten das Römi-sche Lager. Die Römer widerstanden mit gewohntem Hel«denmuth. Aber die .Landleuke wurden durch das aus allenGegenden zusammenfließende Volk abgelöst und verstärkt;