'Beschichte der Schweiz . "" 67
die Helvetier das>Castell mit äußerster Noth gegen Cä-cina vertheidigten, erschien plötzlich, ihnen im Kücken,die Verstärkung des Römischen Heers aus dem Man-schen Lageret-), und eine Anzahl der tapfern Landmi-üj Rhälicns, welche die Römische Bewaffnung und Kriegs-wanier gelernt hakte. So viel Rhatien rauher als Hel-lsten ist, um so viel waren, immer die Einwohner wil-der, härter, kriegdurstiger. Die Helvetier sahen.vonallen Seiten den Rauch der Städte und Flecken, großesBlutvergießen, das Landvolk in Flucht vor den Mä-klern, vor sich die Legionen, mit welchen Alltenus gewal-tig eindrang, hinter sich den unaufhaltbaren Einbruch un-erwarteter Feinde, sich selbst ohne Schlachtordnung inder Mitte. In diesem Augenblick ergriff sie der Schreckenso, daß alle mit Wegwerfen der Fahnen und Waffen,und Auflösung der etwa übrigen Ordnung, sich auf dieStraße nach dem Dötzbcrg in volle Flucht würfen.Sie wurden verfolgt von einer Cohorte aus Thracien ,Welche in ihrem Vaterland in eben solchen Bergen der-gleichen Krieg mehrmals gesehen. Die Helvetier könn«. ke» weder Stand halten, noch sich zusammenthun: auchkamen die Teutschen und Master, welchen der Krieg inWäldern bekannt war; allenthalben im Gebirg, in Höh-len, Gebüsch und Gründen wurden viele tausend Mannerschlagen, viele tausend gefangen: diese nachmals inKnechtschaft versankt. Nach diesem Untergang der Helve-tischen Mannschaft plünderten die Eohorten das ganzeFeld und aste benachbarten Thäler; Allienus mit genüg-samer Macht in Römischer Ordnung zog Aargau hinauf.Unweit von einem schönen See '') erhob sich aus frucht«
-rl) Dessen erste Stationen in dem nicht sehr entfernten Gasterstanden.
ar) Der unterste Theil der Stadt war feucht und morastig. VieleHäuser standen auf Pfählen; sehr grosse Steine hielten vonden Grundmauern anderer die Wasser zurück. Der See magsich weiter alo nun, doch so untief, erstreckt haben, daß zuHcrbcyführung der Wclschncucnbnrgcr Steine ein Canal bisan die Stadt lpitechaireu wurde.