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I. Buch. Achtes Capitel.
Stunden abgetheilt ; hiezu sandte ihm der KönigsDietrich eine Eonnenithr, welche dir Zeilen des l^ages,eine Wasseruhr, die die Stunden der Nacht anzeige-und verständige Männer, um sie zu regieren^). Die'trich rühmte sich bey diesem Anlaß des berühmten Boe»thius, und sprach: „Die Burgundionen werden auf'„hören sich den Ostgothcn zu vergleichen, wenn sie sol'„che Männer und solche Kun-st bey uns finden." DetUntergang der Wissenschaften kam nicht sowohl von denBarbaren, als von denen, welche sich weise bauchten-
Die Burgundivnen waren die ersten und stärksten imFeld; also, gleichwie im alten Athen ' Bürger undFremde nicht gleiches Recht hatten, war ein Nömer inihren Gerichten unter einem Vurgundionischen Mann^)'Diesen Unterschied wollte der König durch neue Ge»setze mildern oder abschaffen; vielleicht aus Mensch'lichtest; öder schätzte er den Geist, welcher in den Rö'mern war, höher als die Burgundischen Körper? Auchkonnte er die Nationen vermengest wollen, damit seineMacht, gering über die Männer seines Volks, nachund nach übergehe in unumschränkte Kaisermacht, lvi§er sie über die Nömer übte; die Römer konnten ihn«helfen jene dazu zu nöthigen. Nach so langer Zeit istschwer zu entscheiden, ob er die neuen Gesetze in tyr»'nischen oder in den edelsten Absichten entworfen; aberso oft,eine Nation oder ein Landstand, welcher er sey/'von dem obersten Vorsteher, unter welchem Schein eögeschehen mag, in alten Rechten grkrankl wird, so istnicht ungerecht, sondern klug, schlimme Absichtenvermuthen: erstlich, wenn sie rein wären, so wür^nicht unmöglich seyn, die öffentliche Stimme zu gewi»'
n) Vai-., l.- >, c.
rr) Eben ders., eben das., rs.
L«) Dieses erhellet aus dem in Gesehen bestimmten Preis derBeleidigungen.