1
i5s 1. Buch. Neunte- Capitel
Der Bischof zu Lausanne war der vornehmste Suf-fragan des Erzbilchofs zu Besannen, der von ihm dieMeihung nahm'"). Dierzehnhundert Jahre lang, seitKaiser Hadrian die Sequaner und Helvekier in EineProvinz vereiniget, waren zwischen Westhelvekien undHochburgund viele geistliche und weltliche Derhältnilst-Der Bischof zu Lausanne war über beynahe alle Kirche"der nördlichen Auübeugung des Lemanischen Sees, weitin die Alpen und in die Helvetischen Gefilde, vom Ur-sprung bis an den Ausfluß der Aare, und an dem Jura,sowohl in seiner nördlichen Richtung als wo der Bergsich westwärts wendet'").
Bald nach Marius waren unter dem Burgundische"Adel Donat und Ramekene, zwey Brüber, vornehmeHerren; jener kam an das Crzstift Besän?»,,, dieser,Herzog oder Patricius des Burgundischen Helvetiens,soll Romanmünster'") am Jura erbaut haben. Manglaubt von Donat, er habe in den Bergen auf der ä"'ßersien Gränze des Uechtlandes (wohin in alten Kriegs-nöthen Römer oder Helvetier die Flucht genommen)christliche Religion verkündiget. Wenn man von betGegend, wo nun Frcyburg, nach dem Gebirge ziehet,ist auf einem runden grünen Hügel an der Pforte derAlpen der alte Orr Greyerz; enge steile Pfade führenvon da in hohe Thäler, welche lang dem Erzbischof Do-nar als einem Schutzheiligen die Kenntniß des Evang^liums gedankt haben''").
>07) Hisl. äc» Lugusn., I,
avo) Kaiser Friedrichs Barb. Markscheidung M'scheu diese», Hochstist und Costa»!, >ir;.
>ov) Nomain - mülici-; I. e.
Iiol I. "7. III, aus einer Grcycrzcr Chronik.
Donat war der Heilige von Ocsch (6>»>e«nu ,l'o,:x); Theo»»'lus aber^, von Wallis , Patron der Schloßkirche zu GreyerkJener starb vor.
-