vermochten; Hurerey nannte man den Ehehanb geistlicherPersonen* 8). Rudolf und Berchtold hielten über die-sen Befehl*»), zu großem Verdruß des Kaisers; durchdiese Anstalten wurde die Kirche frey von ihm, der Altarkam dem Thron zur Seite. Ware die Hierarchie nachkiliem vollkoinmnern Plan verwaltet worden, sie konntedie Rechte der Nationen wider den Mißbrauch der Machtauf so lang behaupten, als unter den Menschen gesunderverstand und Religion wohnen wird. Aber die meisten,d"rch Leidenschaften blind, handeln in grtzßen Sachenklein. Teutschiand und Italien gerieth in eine BewegungUnd Spaltung, dergleichen seit Untergang des RömischenKaisenhums im Abendlande nie entstand: andere Kriegewurden von dem Kriegsvolk in einigen Provinzen ge-sühn; was die Sacramcnte des Glaubens angieng, hicl-wu alle Menschen ohne Unterschied Alters, GescllechtsUnd Lebensart für die größte ihrer persönlichen Angelegen-heiten. Für den Kaiser stritt sein sieghaftes Heer, dieHoffnung glänzenden Weltglücks, eifersichiiger Unwille,endlich zorniges Mitleiden. Anderseits wirkte der Papstwit feyervollen Ernst auf die Seelen. Da zerfielen alleHvchstjfle, Klöster und Gmeinen; der Zweyspalt kam indas Innere der Familien ^l>). Als der oberste Bischofdes christlichen Volks wider den Kaiser den Bannfluchergehen ließ; erschrocken alle Parteyen. HoffnungsvollWalen Berchtold und Rudolf zusammen mit vielen Für-ten, ihn von dem Thron zu stürzen.
Eine Erläuterung der Absicht GregoriuS VII ist in den Rei-^se» per Papste *7»r, einem Buch, welches auf jweyBrundsätze» beruhet, von welche» der eine schon im Lvprir.«>°» loix, der andere in den Gemüthern aller derjenigen ist»welche», wie unser» Vater», ein politisches Gleichgewicht inEuropa , und auch um deswillen die Reichsverfassung nocherhalkenowürdig däucht.
Briefe bey Uaul. Lcrni'ieü., vira 6reg. VII, gp.
»cvipt. r. III.
rsb> vor, Achalm und Lütvld'en seinen Bastard
i» entgegenstehenden Parteyen ungcinein eifrig sehen.
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