e. Mm.
460 l. Buch. bechszehntes Capitel.
Freyheit) ohn/ blutiges Mißtrauen''^), ohne vorsehli«che Vernachläßigung öffentlicher Sitten''^) über sech^Jahrhunderte.
Die Erbvogtey über Freyburg wurde von Graf Ul«richen zu Kiburg , des Herzogs von Zäringen Schwager,,wenige Monake nach desselben Tod seinem ältesten SohuGraf Hartmann übergeben'' 8), aiA das Einkommen ei«ner Hauptsumme von zweytausend Mark Silber , welchedieser junge Graf, nach des Landes Brauch''»), seinerverlobten Gemahlin Margareiha von Savoyen zur Mok«gengabe'^°) setzte; dafür huldigten der Gräfinn die Rit«ker und Leute der ihr zum Unterpfand gegebenen Bur«
116) Nie war zu Ber» geheime StaatSiiiquisition mit Gewaltüber das Leben.
>17) Don andern Aristokratien mag wahr seyn, daß in Zeitender Abnahme ihres Geistes das Volk durch Unterhaltungblutiger Parreyungcn, systematische Vernachläßigung der Ps«licey und andere Mittel, die man aus Bold» (Bericht überDalmarien, >74»), BoSwell, und vielen andern lernen kann,in Trennung, Barbarcy und Armuth nieder gehalten worden!obwohl dlts meiste auch hierin übertrieben, und Mißbrauch, umzertrennlich von lang ungestörtem Frieden, für System genoni-meu ward; Marco Foscarini , der nachmalige Doge,hat in Demostheinsehen Reden genugsam bewiesen, daßdie üble Verwaltung DalmaticnS keineswegs Gesetz oder Mal"me war: und was brauchen wir weitere Zeugnisse, da im letz'ten Augenblicke des jämmerlichen Falls die Verehrung, Amsriedenheit und Lsebe alles Volks ru Stadt und Land für denSc-uat von Venedig unerschütterlich blieb? Doch bey keiner Nation,in dem weite» Umfang der Geschichte deö menschlichen Ge-schlechtes, wird leicht seyn, ein gemeines Wesen zu finden,welches in einem so langen Zcitlanf im Ganzen so weissund untadelhaft verwaltet,jvorden und besser verdient hatte,ewig zu seyn, als Bern. i
>rs) Den ersten Juny 121z; Urkunde 7.
Ilv) FccunUuin bnnvü rt.,iac.
120) ?ro. äoliü.