nach Cur gelangt, keine Prälaten und Herren früher nochmit unverstellterer Freude als die von diesem Lande ge-ehrt"'), fand in keiner Gegend im Unglück treuereFreunde. Viele Großen hatten Geschenke von ihm, meh-rere Bürgerschaften ihren FreyhettSbrief. >
In seiner Noch vom Papst und von den Fürsten hat S- Gallcu.er Kvnraden von Bußnang, Abt von S- Gallen, umBeystand nie vergeblich gemahnt- Als Gregorius derNeunte, um zwischen dem Kaiser urch seinem crstgebornenLohn König Heinrich Argwohn und Haß zu stiften, die-sei, bat, jenen, seinen Vater, zur Kreuzfahrt anzuhal-ken, verhinderte dieses der Abt"4). Hierin schenke ersich nicht, Herzog Ludwigen von Bayern , Pfalzgraf beyNhcin, zu mißfallen, welcher gegen den Kaiser nicht sogut gesmnet war. In dem Krieg, welchen der Kaisernachmals wider diesen mächtigen Fürsten führte, trugder Abt von S- Gallen das meiste zum Frieden bey, nichtweniger durch dcnZoxn seines Angriffs"!^ als durch die
Treu seiner Vermittlung "6). Ebenderselbe, nachdem
rvz) Lschudi, 12". Der Mt von S. Gallen genehmigt,daß die Stadt ihm zu des Reichs Handen schwur; Stumpf.Er war allzufroh, der drückende» Kastvogtey Kaiser Otlo'nslos zu werden.
294) g- dessen gcsla luooasr. 8. O. Lschudi
vornehmlich gebraucht hat.
2gAIS der Papst obiges von dem Römische» König begehrte,und Abt Konrad widersprach, sagrc der Herzog von Bayern :„Abt von S. Gallen, ein Geistlicher ist ein todter Mann, dar»„um sollt ihr nicht reden." Der Abt sprach zu ihm: „Ich„bin Mönch im Kloster, bey Hof ei» Fürst " Stumpf:Man sah nicht mehr auf mönchische Demuth, sondern auffürstliche Freudigkeit. Alle Klostcrwürden waren in des AdelsGewalt; 1» steinernen Häuser» -jetzt zwar, sagt Stumpf,wohlhabenden. Bürgern zu schlecht) wohnten damals stattlichder Werchdegeii (Klosters Bauherr) Heinrich von Sax, dervon Eichen, der roth Propst, die Menge der Edlen.
28 <i) Lschudi "3>,