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1/1825 (1825) Von des Volks Ursprung / durch Johann von Müller
Entstehung
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577
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Geschichte der Schweiz . S77

So ungewiß ist vor menschlichen Angen der Werthinnerer Handlungen, daß damals diese zweifeln mochten,ob der große Eifer deS Königs für den Landfrieden her.stamme aus Liebe des gemeinen Wohls, welchem sichererHandel und Wandel nothwendig sind, oder von der Vc.Zierde des NuhmS dieser Absicht, oder ob ör den Teilt»schen Adel entwaffnen möchte, auf daß zuleht nur er oderseine Nachfolger alles ungestraft unternehmen mögen.Das Gepräng schöner Worte blendet augenblicklich denunverständigen Pöbel, der über den Gebrauch zu gern ge«siattcler Ausdehnung der höchsten Macht zu späte am zor-nigsten wird, weil er geäfft wurde.

Der Abt, als die Schwarzenbacher den Wylern dieHeerde wegtrieben, verbrannte ihre Stadt, führte dasVolk hinweg, und behauptete Wyl fünf Wochen widermanchen Sturm, welcher von den Königlichen mit Muthund List versucht wurde. AIs aber die Grafen, seineFreunde, einer nach dem andern, von des Königs Macht ,

überfallen, geschlagen und in Gehorsam geschreckt wur-den, nöthigte ihn ihr Unglück Friede zu suchen. Als erauf sicheres Geleit bey Hof erschien, wurde er von vie-len Herren« die ihm verwandt waren, oder die derStreit nicht augieng, aus Achtung und Mitleiden freund-lich empfangen. Der König stand vom Bretspiel auf,redete hart mit Wilhelm, und nachdem er ihm vorge«werfen, sowohl daß er vor fünf Jahren durch seineübereilte Abreise genug verrathen, wie wenig ihm amGlück des königlichen Hauses gelegen sey, als auch daßer die Schwarzenbacher gestraft, fügte er bey: „Solches„ist mir nicht geschehen, so lang ich König bin." Dafiel der Abt auf die Knie. Bey einer Mahlzeit, welcheder Graf von Oettingen dem Hof gab, sagte der Königzu seinem Sohn Herzog Rudolf, dem er Kiburg über-ließ: „Gebt eurem Lehensherrn, dem Abt von b. Gal-ten, das Wasser:" ein unedler Spott, wenn er erin-I. Theil O 0