S7S 1. Buch. SiebenzehnteS Capitel.
ncrn sollte, wie hoch das Glück Hakshurg über 8- Gal-len erhoben, von dem es vormals froh war, Friede zuhaben. Endlich erhielt der Burggraf zu Nürnberg , derGraf von Oettingen und Heinrich von Klingenberg ,Lurch den jungen Rudolf: „daß der Brand von„Schwarzenbach dem Abt vergeben wurde, nicht aber daß„Leute dabey umgekommen waren 2").,, Als Aä.lüg Iberg im Tokenburg zum*Preis des Friedens mach.te, weigerte sich der Abt, mit seines Klosters unersetzli.chem Verlust einen unverschuldeten Krieg abzukaufen.Durch diese Gesinnung, in welcher es König Rudolfenzugekommen wäre, das Herz weiland Graf Rudolfs vonHabsburg zu lieben, fiel der Abt in die Neichsacht. DerKönig selbst kam nach S- Gallen, sowohl zu Weihungeines neuen Abts, als um das Land von Wilhelm abzu.wenden, und ihm alle seine Freunde ungetreu zu ma-chen. Wenn man bedenkt, wie gnädig sonst RudolfNiedrigen war, so erhellet aus andern ein gewisser Haßgeistlicher und weltlicher Herren, der auf die Grundsätzeeines Fürsten allemal einen verhaßten Schatten wirft-
Bey so erklärten Verfolgungen wurde der Abt vonallen verlassen, welche des Königs Huld lieber wollten,als das Gefühl ungcfälscht-er Großmuth. In der Auzu Balzers nicht weit von Vaduz wurde sein Bruder,Friedrich Bischof zu Cur, und Heinrich von BußnangHerr zu Grießenberg, Schwiegersohn des Grafen vonBregenj, von Hugo von Werdenberg seinem Vetter (densie hatten abhalten wollen, wider ihn Krieg zu führen)geschlagen und gefangen. Als der Bischof nach langemVerhaft versuchte, sich von dem Thurm Wcrdcnbergherunter zu lassen, zerrissen die Tücher, er starb. Dervon Grießenberg, dem die Freyheit versprochen wurde,
2S2) S. diese schone Amnestie, datirt von Hertvartstein,
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