6r8 1. Buch. Achtzehntes Capitel.
Zürich , durch ihre Wachsamkeit sicher, schloffen die Tho«re ihrer Stadt nicht, und erklärten an den König, „sie„weigern sich nicht nach der Treu und in der Freyheit„ihrer Vater ihm zu gehorchen, und um die Klagen,„deren sie so viele als die Kiburger anbringen können,„den AuSspruch beschworner Schiedrichker abzuwarten."
, Man sah vom königlichen Lager in das Gewimmel derGassen, den langen Zug wehrhafter Jugend '5v), über«flüssigen Markt, ganz Zürich in unerschrockener Zurü«„stung. Der König, unbereiket an Zeug und Volkhörte ihre Botschaft gnädig, und bestätigte ihren Zu«stand, nach ehrerbietigem Empfang in der Stadt.
Kastvogtey Hierauf bat ihn Bischof Heinrich von Costanz, des
ru S. Gal-verdienstvollen Geschlechts von Klingenberg, welcher denKönigen Rudolf und Albrecht in den größten Staarsge«schaften so vieler Klugheit als eifriger Treue Proben ge«geben daß er dem Abt Wilhelm seine Gnade sehen«
ke kann zweifeln, oh es dem Abt rühmlicher
i5s) Entscheiden wollen wir nicht, ob es wahr, daß die Zürk-cher, um von ihrer Volksmenge größer» Begriff zu geben, aneinem in die Augen fallenden Ort mauulichbcwaffuctc Wei-ber habe» lasse» erscheinen; diese List hat in der Tatarcy einBeyspiel (s. den Auszug aus Ricolds Reise in Siuners6-ual. ivi86tc>r. I'.LI. Ilci-N.). Doch scheint, wen» man n-betrachtet, dieses Geschichtchc» aus übciverstandcncmScherz entsprungen; gewiß bedurften die Züricher der Weibernicht, um dem Volk Albrechts a» Zahl überlegen zu seyn-
iso) Es war keine Heerfahrt; gelegentlich hatte er sie überra-schen oder durch Abschuciduug der Zufuhr bezwingen wollen.
ine) Er war vor kurzem nebst seinem Bruder Ulrich des Königs «Gesandter nach Frankreich . Heinrich starb izoz „iid liegt mitUlrich in Einem Grabe bey den Minoriten zu Wien .bey Pez 8«ripr. II.
i6'i>) Viele von Montfort hatten wider die Herren von Oester-reich , virlc in Adolfs Schlacht für Albrecht gestritten. Reim-chronik von dieser letzter», bey Pez 8c--. >l, IV. 14 .