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Ueber die Natur und den Zusammenhang der vulkanischen Bildungen / von H. Abich
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51
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Die Trachylformation. 51

genauen Analyse unterworfen, zu deren Resultaten und specielleren Betrachtungwir nunmehr übergehen.

Gipfclgestein des ClIIMBOKA^O.

Wenn die Bergkette der Arides nach v. Humboldt *) in physiognomi-scher Hinsicht drei verschiedene Typen darbietet, nämlich 1) die eigentlichenKegclhergc als thätige Vulkane mit einem Feuerschlunde aul dem Gipfel, 2)die hochgewölbten, Alpenkuppeln vergleichbaren Home, 3) die zerrissenen Gipfelund zackigen Ränder eingestürzter Kratere, beinahe kastellartige Ruinen dar-stellend, so nimmt der Chimborazo die erste Stelle in der zweiten Abtheilungjener Formen ein. Dieser majestätische Dom, der zu einer Höhe von21,100 Fufs über das Meer emporsteigt, und so lange für den höchstenBcrgcoloss der neuen Welt gehalten worden ist, bis Pentlands Messungendie Höhe des nicht vulkanischen Sorata in Bolivia auf 23,690 (mithin um468 Fuls niedriger als der zweite Coloss des Ilimalaya, der Jawahir) bestimmten,erhebt sich auf der westlichen Gebirgsmauer desjenigen grofsen Längenthaies,welches zwischen dem Bergknolen von Loxa südlich, und dem der Quellendes Magdalcnenslromes, nördlich vom Äquator, die merkwürdige Bifurcationder Cordillere darstellt, und durch 5 Querjöcher in eben so viele kleinereBecken gclheilt ist, deren Boden in sehr verschiedenen Höhen über dem Meeresich befindet **). Auf der Hochebene von Tapia, einem Theile des Thal-bodens des zweiten Beckens, von Süden angerechnet, wo Tacunga 7920 Fufs,tlambato und das im Jahre 1797 durch Erdbeben zerstörte Riobamba liegen,beginnt in einer Höhe von 8898 Fufs über dem Meere, der Fufs des Chim-borazo , der östlichen Andeskette gegenüber, auf welcher die thätigen VulkaneCotopaxi und Tunguragua ruhen.

Dreimal ist der Versuch zur Besteigung des Chimborazo , zweimal im Jahre1802 durch v. Humboldt ***), und 1831 durch Boufsignault -J-) gemach^und durch dieselben die Unmöglichkeit, den Gipfel zu erreichen, beinahe erwiesenworden, da v. Humboldt nach vielen Anstrengungen und Gefahren nur die

*) Verhandl. der königl. Academie der Wissenschaften zu Berlin , 23. November 1839,dritte Abhandl.

**) v. Humboldt, Poggend. Ann. B. XXXX, p. 168 und Carte gendralc de Colombiadressde par Brue' daprcs lcnscmblc des observations astronomiques et des renscigne-mens topographiques de M. de Humboldt. Atlas von Süd-America Nro. 22.

***) V. Humboldt Jahrbuch für 1837 von Schumacher p. 176.f) Poggend. Ann. B. XXXIV, p. 193.

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