Erläuternde Bemerkungen zu den Karten und Ansichten
nebsl einem
Aufsatz über Erhebungskratere.
Taf. J.
Topographisch geognostische Uebersichfs-Karte der contincntalen vulkanisclioiiGegenden des Königreichs Neapel .
Diese Karte ist bestimmt den Inbegriff der geologischen Verhältnisse, deren Entwicke-lung einer ausführlichen physikalischen Beschreibung der Umgegend von Neapel Vorbe-halten ist, zur übersichtlichen Anschauung zu bringen. Auf keiner der bis jetzt bekanntgewordenen Karten haben die beiden merkwürdigen Erhebungskratere von Roccamon-lina und Vultur eine, ihren orographischen Beziehungen zum Apennin , sowie ihrer selbst-ständigen isolirlen Kegelgestalt nur einigerinafsen entsprechende Berücksichtigung gefun-den. Die leider selbst bei unseren besseren Karten noch immer so häufige Vernach-lässigung einer möglichst getreuen Wiedergabe der natürlichen Plastik der verschiedenenGebirg8formen verschuldet aucln hier das, bei der grofsen Anzahl wissenschaftlich for-schender Reisenden in Italien wirklich als unbegreiflich auffallende Unbekannlbleibeuvon so grofsartigcn als schönen Gebirgsverhältnisse, wie sie Roccainoufina und Vulturdarbieten.
Es erscheinen die 5 Centralpunkte plutonisch vulkanischer Thätigkeit der CampiFlegraei, Jscliia, die Erhebungskratere von Roccainonfina, Somma und Vul-lur hier in ihrer relativen Lage und ihren gegenseitigen Beziehungen genau im richtigenVerhältnis zum Ganzen eingetragen. — Die vom Epomoeo auf Ischia über den Vesuv gedachte und durch rolhe Punktirung angedeutete Linie trifft in einer Verlängerung von21 Meilen nur eine Meile nördlich vom Gipfel des Vultur, dem einzigen Centralpunktevulkanischer aber vorgeschichtlicher Thätigkeit auf die Ostseite des Apennin . Auf der-selben Linie in einer direkten Entfernung von 13 deutschen Meilen vom Gipfel des Ve-suv befindet sich der Lago d’Ansante (lacus ainsanctus der Alten durch Virgil ge-feiert). Die vom Vultur nur sparsam ausgegangene eigenthiimliche Tulbildung vonbasaltischer Natur verliert sich vermengt mit den tertiären Auflagerungen der PulischenEbene in der Richtung des Ofanlo (Aufidus), ohne eine selbstständige Entwickelung zuzeigen. In nordwestlicher Richtung erhebt sich 8% Meilen vom Vesuv entfernt der Gipfeldes trachy-dolerilisclien Centralgebirges des schönen Erheb u n gskrat e r s von Roc-camonfina (Taf. II.). Von diesem Centralpunkt vorgeschichtlicher vulkanischer Thä-tigkeit ist der Tuf abzuleilen, welcher auf der Karte mit röthlicher Färbung als Tuf derterra di lavoro bezeichnet und eine jüngerer Bildung ist als der der Cainpagna, welcher
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