Zweiter Abschnitt.
Trachy-Dolerit
oder
Vulkanische Felsarten mit neutralen und basischen Feld-
spath Verbindungen.
Indem wir es nach Feststellung des chemischen Bildes für die reinstenTypen des Trachytporphyr und des Trachyt (pag. 21 23 und 29) versuchten,auf dem Wege vergleichender Untersuchungen mittlere Werthe für das spcci-fische Gewicht und den Kieselerdegehalt, die wichtigsten Elemente für petro-graphische Bestimmungen der krystallinischcn Gesteine im Allgemeinen zu ge-winnen, zeigte sich ein mit steter Abnahme der Kieselerde verbundenes Steigendes specifischen Gewichtes immer da, wo durch vermehrte Zunahme derKalk-und Talkerde, sowie des Eisens, das in dem Gesteine enthaltene kiesclsaureThonerde-Alkali herabgedrückt war und specifisch schwere Bisilicale dagegenan die Stelle rückten. Diese, wenn auch nur geringe Veränderung in derchemisch-mineralogischen Constitution der Felsart kündigte sich jedoch jedesmaldeutlich durch die äufseren physikalischen Merkmale an und bestand, wie wirpag. 25 und 23 gesehen haben, ganz besonders in der dunkler werdendenFärbung des Gesteins bei zunehmender Schwere und Härte desselben. Deutlichmachten sich diese Momente schon bei dem Andesil geltend, in welchem ver-möge des bedeutenden Natron- und Erdengehalls der specifisch schwere Kalkhaltende Albit, sowie Bisilicatc überwiegen, allein besonders stark traten sie docherst bei dem dunkeln, Andesit ähnlichen Trachyt von Panaria hervor.
Je mehr nun auf diese Weise der Kieselerdegehalt in den ursprünglichenFelsarten, mit neutralen Feldspathverbindungen, durch steigende Vermehrungder Erden und des Eisenoxyduls sich vermindert, um so gröfser müssen diephysikalisch-mineralogischen Verschiedenheiten der Masse werden, und wie derUebergang des Trachytporphyr in Trachyt durch das Auftreten von Glimmerund Hornblende angedeutet erscheint (pag. 20 und 27), so werden sich auchUebergänge des Trachyt zu jenem innigen Gemenge von Labrador und Augit,dem Dolerit durch allmähliche Zwischenglieder vermitteln, in welchen, nach