Die Trachytformation.
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aus quarz freier vulkanischer Basis abzuleiten sind *), reicher an Thonerdeund Eisenoxyd, als die der ersten Gruppe. — Wirklich hat die Analyseallein hier sicher und richtig geleitet, denn in jenen kieselreichen, weifsen, seidenglänzendenden Bimsteinen erkennen wir deutlich den, vorhin ausführlich betrach-teten, nur physikalisch umgeänderten Trachytporphyr wieder, während dieschmutzig grünen alkalircichen Bimsteine der ersten Gruppe, den chemischenBildern des Phonolith, Trachyt und des Andesit (wie in Nro. 4) sehr naheentsprechen. Endlich zeigt auch die nahe Uebereinstimmung, welche in derZusammensetzung der Obsidiane und Bimsteine Statt findet, die ein und der-selben lokalen Formation angehören, dass dieselben nur Ausdrücke für 2 ver-schiedene Zustände sind, in welchen ein und dieselbe Grundlage auf vulka-nischem Wege an die Oberfläche zu treten vermag. Die Frage nach den Be-dingungen für die Entstehung dieser Zustände kann ihre Lösung wohl nurdurch eine genauere Betrachtung über die Natur des flüchtigen Stoffs erhalten,den diese Substanzen mehr oder minder cinschliefsen; v. Humboldt **) undAndere beobachteten das Aufblähen gewisser Obsidiane im Weifsglühefeuerund fanden ein sehr ungleiches Verhalten derselben, je nach der Verschiedenheitihrer Fundorte. —
Ich habe diesen eigentümlichen, überaus interessanten Process in einemgeeigneten Schmelzapparate, der eine unausgesetzte Beobachtung gestattet(Poggend. Ann. L, p. 130), gleichfalls künstlich hervorgerufen und in Platina -ticgeln, welche ein jedesmaliges genaues Wägen gestalteten, eine Anzahl vonObsidianen und verglasten Trachyten auf ihre Bimsteinbildungsfähigkeit,wenn ich mich dieses Ausdrucks bedienen darf, geprüft. Ich überzeugte michhierbei, dass die Obsidiane in einen, ihrem natürlichen Bimstein um so voll-kommener entsprechenden Zustand übergehen, je näher ihre Zusammensetzungdem chemischen Bilde der ersten Gruppe tritt, d. h. je kieselärmer und jereicher an alkalischer Basis, mithin je phonolithähnlicher sie sind. Die Ob-sidiane, in welchen bereits Entglasungen oder sogenannte Krystalliten wahr-zunehmen sind, gehören in der Regel der zweiten kieselreicheren Gruppe alsoden Trachylporphyren an. (Wie z. B. die Obsidiane von Lipari , Island, Ponzaund Cerro del Quinchc im Norden von Quito etc.) und zeigen das Phänomendes Aufblähens am schwächsten, indem sie bald zu grünlich weifsen blasigenGläsern schmelzen. Die in der glasigen Grundmasse des obsidianartigen
*) v. Humboldt , l\cisc R. I, p. 240.
**) v. Humboldt, Reise in die Aequinoctial-Gegenden 15. I, p. 243.
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