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Die Trachytformation.
Druck, waren hier, wie überall, die nothwendigen Bedingungen für diese Bildung.Aehnliche Massen, welche zu Aci Castello gangartig den Meeresboden durchsetzten und in vertikaler Richtung eben so an die Oberfläche traten, wie dieBasalte von Paterno, Molta di St. Anastasia und die Analzim führenden, inschöne Säulen abgesonderten Faraglioni von la Trezza, haben im Central-Punkledes zierlichen Kraters von Vivara gänzlich in Tuf umgcwandelt, einen lavenar-tigen submarinen Ausgang in horizontalen Dimensionen gefunden, und sinddann in mehrfachen Schichten über einander ausgebreitet, und von dem Tra-chyttuf bedeckt, aus dem Meere emporgehoben worden; denn nur unter starkemDrucke des Meeres konnten so eigenthümlicb geformte und zusammengesetzteBildungen erzeugt und in die Lage gebracht worden sein, worin sie jetzt ge-funden werden.
Die Insel VIVARA. *)
Die geologischen Verhältnisse dieser Insel, welche in weniger als einer halbenMeile östlicher Entfernung von Ischia die westliche Küste von Procida tangirl,und unter allen Tuf-Kratern der neapolitanischen Umgegend jedenfalls der inter-essanteste ist, stellen die Entstehung des Tuf und seine Lagerungsbezichungenüberhaupt in ein so deutliches Licht, dass wir ihrer Betrachtung hier einige Auf-merksamkeit schenken wollen.
Vivara erinnert an Santorin . Es ist ein schmaler, in seinem Culminations-punkt nach meiner barometrischen Messung 336 Fufs hoher Wall, der sichbogenförmig krümmt und einen kreisrunden, vom Meere ausgefüllten Kratervon etwa 2000 Fufs im Durchmesser, bis über zwei Drittel seiner Peripherieumschliefst. In seiner inneren Umgebung entblöfsen die steilen fast senkrechtenGehänge mehrfach über einander gelagerte verschieden gefärbte Tufschichten,die anfangs nach Innen einfallen, dann aber sogleich, wie von einem Mittel-punkte ab, in entgegengesetzter Richtung nach aufsen sich hinbiegen, und inmantelförmiger Umlagerung dem mäfsig steilen äufseren Abhange parallel, untereinem Winkel von 35° bis 37° sich in das Meer senken. Zwei der Trachyt-formation durchaus fremdartige Tufvarietäten sind es, welche gleichsam denKern der Insel bildend, in massiger Entwickelung von der Oberfläche desWassers an, bis über die mittlere Höhe des inneren Abhangs sichtbar sind.
*) Siehe Taf. I und IV.